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PKV

PKV: Vorerkrankungen bestimmen Aufnahme und Beitragshöhe

5. Mai 2011

 

Vorerkrankungen sind alle Erkrankungen, die der Versicherte bis zum Abschluss eines Versicherungsvertrages hatte.  Private Krankenkassen können Antragssteller aufgrund von zu schweren Vorerkrankungen, die hohe finanzielle Kosten für die Kasse darstellen würden, ablehnen.  Man spricht hierbei von einer Ablehnungsdiagnose.

Vorerkrankungen in der GKV unerheblich

In der gesetzlichen Krankenkasse sind Vorerkrankungen für eine Aufnahme unerheblich. Eine GKV kann einen Versicherungsantrag weder ablehnen, noch aufgrund der Vorerkrankungen einen erhöhten Beitrag verlangen. Bei den privaten Krankenkassen ist dies grundlegend anders. Hier können die Krankenkassen einen individuellen Risikozuschlag, je nach Schwere der Vorerkrankung erheben. Außerdem ist es Ihnen erlaubt, Versicherungsanträge abzulehnen.

Ablehnungsdiagnosen

Ablehnungsdiagnosen hängen meistens mit Suchterkrankungen wie Alkoholismus und Drogen oder psychischen Erkrankungen wie Depressionen zusammen. Bei allen anderen Vorerkrankungen wird im Normalfall nur der Beitragssatz erhöht, bzw. ein Risikozuschlag verlangt.

Verschweigung von Vorerkrankungen kann rechtliche Konsequenzen haben

Sollte der sich Zustand eines Versicherungsnehmers nach erfolgter Gesundheitsprüfung als gesund erwiesen haben, so wird natürlich kein Zuschlag erhoben.  Kommt eine Vorerkrankung erst nach der Gesundheitsprüfung zu Tage, so kann die Krankenkasse den Beitrag dem von der Vorerkrankung ausgehenden Risiko anpassen und/oder einen Risikozuschlag erheben. Sollte herauskommen, dass eine Vorerkrankung wissentlich verschwiegen wurde, so ist der Versicherer dazu berechtigt, den Vertrag mit dem Versicherten zu kündigen. Außerdem können Krankenversicherungen in solchen Fällen rechtliche Schritte einleiten.

Gesundheitsprüfung schützt die Kasse vor hohen Unkosten

Die Gesundheitsprüfung ist eine wichtige Grundlage der Aufnahme eines Antragsstellers. Sie bewahrt die Versicherung vor hohen Unkosten durch Vorerkrankungen. Außerdem ist das Ergebnis der Prüfung neben Alter, Geschlecht und Leistungswünschen ein wichtiger Faktor für die Berechnung der Beitragshöhe.

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