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PKV

PKV: Voraussetzungen für eine Rückkehr in die GKV

9. Januar 2012

Einem Bericht des SPIEGEL zufolge wollen immer mehr Privatversicherte aus der PKV zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Dies ist jedoch nicht  einfach so und ohne weiteres möglich. Je nach Beruf und Einkommen des Versicherten unterscheiden sich die Voraussetzungen für eine Rückkehr in die GKV deutlich.

 

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung nicht immer einfach

Aufgrund der hohen Beitragserhöhungen, welche viele private Krankenversicherer in zahlreichen Tarifen vornehmen mussten, würden viele Versicherte gerne zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Dies ist jedoch nicht ohne weiteres möglich. Grund für den nicht ganz unkomplizierten Vorgang ist der, dass der Gesetzgeber mit dieser Regelung verhindern möchte, dass junge und gesunde Menschen im niedrigen Alter in die PKV wechseln um dort von den niedrigen Beiträgen zu profitieren. Damit diese nicht im hohen Alter wieder in die GKV zurückwechseln, um dort von den niedrigeren Beiträgen im hohen Alter zu profitieren, wurde diese Regelung eingeführt.

 

Rückkehr aus der PKV in die GKV

Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung ist für alle Versicherten nur unter bestimmten Umständen möglich. So können Selbstständige nur dann in die GKV wechseln, wenn sie ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis aufnehmen und das daraus resultierende Einkommen unterhalb der Versicherungspflichtgrenze liegt. Angestellte hingegen können nach einem Jahr zurück in die GKV wechseln, wenn deren Jahreseinkommen unter die Versicherungspflichtgrenze rutscht. Wir ein Angestellter jedoch arbeitslos, so erfolgt automatisch eine Rückstufung in die gesetzliche Krankenversicherung. Studenten, die während ihres Studiums in die PKV gewechselt sind, können nach Abschluss dieses Studiums entscheiden, ob sie eine Krankenversicherung in die PKV oder der GKV in Betracht ziehen. Die Möglichkeit, in die PKV zu wechseln obliegt ihnen jedoch nur dann, wenn sie ein entsprechend hohes Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze vorweisen können.

 

 

Interner Tarifwechsel oder Basitarif als Alternative zur GKV-Rückkehr

Alternativ müssen alle privaten Krankenversicherer seit der Gesundheitsreform 2009 einen Basistarif anbieten. Dies ist ein Tarif, der auf den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung beruht und auch die gleiche Beitragshöhe aufweist. Ein Wechsel in den Basistarif ist jedoch nicht immer klug, da dort häufig der Höchstsatz von 592,88 Euro  fällig wird. Empfehlenswert wäre es also hier, nach einem ähnlichen Tarif innerhalb des Krankenversicherers Ausschau zu halten und einen internen Tarif-Wechsel zu vollziehen.

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