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PKV

PKV: Versicherungsbetrug wird immer häufiger

15. Juli 2011

Rund vier Prozent aller deutschen Haushalte haben in den letzten Jahren ihre Versicherung betrogen. Dies ist das Ergebnis einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Neben der privaten Krankenversicherung gehören auch die Haftpflichtversicherung und die Hausratsversicherung zu den am häufigsten betrogenen Versicherungen.

 

Großes Unrechtbewusstsein bei den Versicherten

Viele Versicherer klagen über ein großes Unrechtsbewusstsein bei den Versicherten. Die meisten Betrugsfälle passieren im Bereich der Privathaftpflichtversicherung sowie der Hausratsversicherung. Hier scheint der Betrug besonders leicht zu fallen. In der Umfrage gaben rund 4 Prozent der Befragten offen zu, in den letzten Jahren eine ihrer Versicherungen betrogen zu haben. Nicht von Betrug, aber von Unehrlichkeiten gegenüber der Versicherung sprachen rund 7 Prozent.

 

Konsequenzen bei Versicherungsbetrug

Viele der Versicherten sind sich häufig aber gar nicht über die verherenden Konsequenzen eines Versicherungsbetrugs im Klaren. Kündigt beispielsweise die private Krankenversicherung aufgrund der Abrechnung von falschen Medikamentenrechnungen die Versicherung, so ist der Versicherte ziemlich aufgeschmissen. Denn welche Krankenkasse versichert schon jemanden, dem wegen Versicherungsbetrug gekündigt wurde?

 

 

Hinweis- und Informationssystem (HIS)

Mithilfe des Hinweis- und Informationssystem (HIS), wollen Versicherer eine Kartei für Versicherungsbetrüger aufbauen. Ähnlich wie die Schufa für Kreditunternehmen ist die HIS Datenbank eine zentrale Datenbank für Versicherungsunternehmen, in der sie überprüfen können, ob ein Antragssteller schon einmal auffällig geworden ist. Ist dies der Fall, erfolgt häufig eine Ablehnung seitens des Versicherers.

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