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PKV

PKV: Verband kritisiert Entwurf zur Provisionsbegrenzung

30. September 2011

Am Mittwoch traf sich ein Expertenteam bestehend aus Mitgliedern  des Finanzausschusses, dem PKV-Verband sowie verschiedener unabhängiger Verbraucherschützer wie beispielsweise die Stiftung Warentest.  Im Laufe der Unterredung kritisierte der PKV-Verband nun die Vorgehensweise der Regierung und kritisierte den Gesetzesentwurf als unausgereift.

 

Herabsetzung der Provision auf 2,67 Prozent der Bruttobeitrags

Die Koalition hatte vor einiger Zeit einen Entwurf zur Gesetzesänderung zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagerechts veröffentlicht. Daran beabsichtigt sie eine Herabsetzung er Maklerprovision für die private Krankenversicherung auf 2,67 Prozent der Bruttobeitragssumme. Der maximale Betrag soll auf 8 Monatsbeiträge begrenzt werden.

Auch wurde in der Vergangenheit kritisiert, Versicherungsmakler würden ihren Kunden häufig zu einem Krankenkassenwechsel in den ersten 5 Jahren raten, um so noch einmal zusätzliche Provision zu erhalten. Um dieser Problematik vorzubeugen, will die Regierung eine Regelung in den neuen Gesetzesentwurf implementieren, der Maklern den Anreiz für derartige Handlungen nehmen soll.

 

PKV-Verband begrüßt längere Stornohaftung

Neben großer Kritik sprach sich der PKV-Verband aber auch für einige der Regelungen aus. So sagte PKV-Verbands Chef Volker Leienbach: „Wir unterstützen die vorgeschlagene Stornohaftungszeit von 60 Monaten, da dies zu einer spürbaren Senkung der Abschlusskosten führen würde.“ Die weiteren Vorschläge der Regierung die Deckelung der Abschlussprovisionen kritisierte der Verband als unausgereift. Durch die neue Regelung könnte es zu zahlreichen Abgrenzungsproblemen kommen, was sich negativ auf den Wettbewerb und den Markt der privaten Krankenversicherung auswirken könnte.

 

 

Umsetzung bis zum 01. Januar nicht machbar

Ursprünglich sollte der Gesetzesentwurf zum 01. Januar 2012 umgesetzt werden, der Verbandschef des PKV-Verbandes kritisierte jedoch den Starttermin und bezeichnete ihn als schlichtweg „unmöglich“. Eine derartig kurzfristige Umsetzung sei nicht förderlich und greife in aktuell bestehende Vertragsverhältnisse ein. Leienbach forderte die Regierung zu mehr Gründlichkeit auf, da es bei diesem komplexen Thema nicht um Schnelligkeit, sondern um Sorgfalt ginge.

Grundsätzlich begrüße der PKV-Verband eine derartige Regelung, allerdings nur, wenn sie auch ausgereift ist und ins Bild passt. Dies sei aktuell allerdings noch nicht der Fall. Laut PKV-Verband sei eine Umsetzung bis Januar 2012 zwar möglich, allerdings sei dies nicht die beste Lösung, eine gründliche Beratung sei nicht auf seriösem Wege machbar.

 

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