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GKV

PKV-Verband: Beitrag von 67.000 Euro in 40 Jahren in der GKV?

7. Mai 2012

Vergangene Woche veröffentlichte der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen eine Studie, deren Ergebnis nach zufolge die Versicherten der privaten Krankenversicherung in 40 Jahren rund 2.700 Euro im Jahr mehr zahlen müssten. Dies ließ der Vorsitzende des PKV-Verbandes nicht auf sich sitzen und veröffentlichte nun ebenfalls hochgerechnete Zahlen für die GKV. Demnach müssten Versicherte in 40 Jahren als Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung rund 67.000 Euro im Jahr an Beiträgen zahlen.

 

AOK errechnet PKV Mehrbeitrag von 2.600 Euro

Der Kampf zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung wird immer härter. Bereits in rund einem Jahr könnte das duale System mit PKV und GKV durch das Modell der Bürgerversicherung von der SPD abgelöst werden. Neben der Politik scheinen sich nun auch die Systeme untereinander vermehrt unter Druck zu setzen. So veröffentlichte die AOK eine Studie aus der hervorgeht, dass die Beiträge der PKV im Laufe der nächsten 40 Jahre deutlich ansteigen dürften. Von bis zu 2.700 Euro mehr im Jahr ist die Rede. Dies sei nötig, um den finanziellen Haushalt der PKV stabil zu halten.

 

PKV kontert AOK Angaben: Beitrag von 67.000 Euro in 40 Jahren?

Dies sei allerdings nicht der Fall erklärte der PKV-Verbandvorsitzende Volker Leienbach. Vielmehr sei dies ein dreister Versuch, die private Krankenversicherung in ein schlechtes Licht zu rücken. Die PKV arbeite seit Anbeginn mit Altersrückstellungen, die die Beiträge ihrer Versicherten im hohen Alter moderat halten sollen. Angesicht der Rückstellungen von mehr als 150 Milliarden Euro stehe die PKV dabei deutlich besser dar, als die gesetzliche Krankenversicherung. Im Gegenzug zu den Vorwürfen der AOK rechnete Leienbach die Beiträge der GKV-Versicherten für Zukunft hoch. So müssten Versicherte damit rechnen, dass die Beiträge zur GKV in den nächsten 40 Jahren von rund 7.100 Euro auf 67.000 Euro im Jahr ansteigen würden.

 

 

GKV und PKV lehnen Bürgerversicherung ab

Diese Entwicklung sei absehbar, wenn die Erhöhung des Höchstbeitrags weiterhin wie bisher fortschreite. Zudem benötige die GKV hohe Zuschüsse aus der Staatskasse in Milliardenhöhe. Eine Bürgerversicherung lehnen jedoch beide Systeme ab. Um die hervorragende, in Europa einzigartige, Gesundheitsversorgung aufrecht zu erhalten sei es nötig, beide Systeme zu erhalten. Zudem hätten Versicherte nur so die freie Wahl und könnten sich zwischen beiden Systemen entscheiden. Erst kürzlich hatte jedoch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht der PKV deutlich höhere Beitragserhöhungen, als bisher angegeben, bescheinigt. Statt den bisher angegebenen 2 Prozent sollen diese bei rund 5 Prozent im Schnitt für die letzten 10 Jahre liegen.

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