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PKV

PKV Unisex-Tarife lassen Beiträge für Männer steigen

4. September 2012

Beim Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) oder bei der Neuaufnahme in die Private Krankenversicherung (PKV) gilt es einiges zu beachten. Männer beispielsweise, die noch vor dem 21.12.2012 einen Neuvertrag für die Private Krankenversicherung abschließen, können noch einiges an Beitrag sparen, denn ab dem 21. Dezember gilt die Unisex-Tarifregelung. Diese besagt, dass Frauen und Männer gleich hohe Beiträge bezahlen müssen. Während es für die Frauen günstiger wird, müssen die Männer mit erhöhten Beiträgen rechnen. Ein Neuabschluss bzw. Wechsel innerhalb der PKV ist für Männer somit vor der Einführung der Unisex-Tarife sinnvoll.

 

Unisex-Tarife, Preisbindung, Einkommensgrenzen: Vieles muss beim Beitritt in die PKV beachtet werden

Ein Tarifabschluss vor dem Stichtag hilft daher Beiträge zu sparen, da für den Vertrag die Bestandsgarantie mit all ihren Rechten und Pflichten greift, darunter fällt auch die Tarifbindung in preislicher Hinsicht. Zu Beginn des Jahres erhöhte sich die Schwelle zur Aufnahme in die Private Krankenversicherung für Angestellte durch Anhebung der jährlichen Einkommensgrenze auf 50850 Euro. Erst, wenn ein Arbeitnehmer im Jahr diese Schwelle erreicht, darf er von der GKV in die private Krankenversicherung wechseln.

 

Rückkehr von der PKV zurück in GKV selten unmöglich

Wer den Schritt von der GKV hin zur PKV plant, sollte diesen zudem gut überlegen, denn ein Wechsel zurück von der PKV in das gesetzliche Versicherungssystem ist oftmals nicht mehr möglich. Lediglich bei Arbeitslosigkeit, Rückfall unter die Einkommensschwelle sowie Aufgabe einer möglichen Selbstständigkeit und Annahme eines Angestelltenverhältnisses ist ein Wechsel zurück in die GKV möglich. Grundsätzlich sollte vor dem Vertragsschluss mit der PKV das Tarifleistungsspektrum angesehen werden.

 

Selbstbehalt in der privaten Krankenversicherung als Kostenfalle

Die Leistungen sollten über dem Niveau der GKV liegen und zudem eine angemessene oder nach Möglichkeit keinen Selbstbehalt aufweisen. Der Selbstbehalt senkt zwar vielfach den monatlichen Beitrag, kann im Ernstfall jedoch auch eine ziemlich teure Angelegenheit werden, weil der PKV-Versicherer zunächst nichts bezahlen muss, während der Versicherte bis zum Erreichen des Selbstbehalts alle ärztlichen und zahnärztlichen Behandlungen sowie Hilfs- und Heilmittel aus eigener Tasche finanzieren muss. Wenn naturheilkundliche Verfahren mit eingeschlossen werden sollen, dann sollte dies im Versicherungsvertrag ebenfalls aufgeführt werden. Auch sollte bei der stationären Behandlung berücksichtigt werden, ob ein Krankenhaustagegeld unbedingt notwendig ist oder vernachlässigt werden kann.

 

 

Gesundheitsprüfung in der PKV kann Risikozuschläge beim Beitrag bedeuten

Interessenten einer PKV müssen sich zudem vor der Aufnahme einer Gesundheitsprüfung unterziehen. Beim Vorliegen bestimmter Risiken, zum Beispiel Übergewicht oder Bluthochdruck erhebt der Versicherer oftmals Risikozuschläge, die den monatlichen Beitrag zusätzlich ansteigen lassen. Zudem kann der Versicherer beim Vorliegen von Risiken bestimmte Leistungen ausschließen, die im direkten Zusammenhang mit dem schon bestehenden gesundheitlichen Risiko stehen. Außerdem sollten potentielle Mitglieder der PKV berücksichtigen, dass Familienmitglieder jeweils einen eigenen Versicherungsvertrag abschließen müssen, während in der GKV die kostenlose Familienversicherung aller Familienmitglieder beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen möglich ist.

 

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