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PKV

PKV: Steigerung der Zahnarzt-Honorare um 14 Prozent

3. Juni 2011

 

Der Verband der privaten Krankenversicherung geht davon aus, dass die Honorare der Zahnärzte nach einer Neuberechnung der GOZ viel höher liegen werden, als veranschlagt. Die Zahnärzte klagten über zu geringere Honorarsteigerungen, jetzt stiegen die Honorare aber laut PKV-Verband viel zu hoch.

 

Honorarsteigerung von 14 Prozent erwartet

Nach der Neuberechnung der GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte) geht der PKV-Verband davon aus, dass die Honorare um rund 14 Prozent steigen. Der ehemalige Gesundheitsminister Philipp Röser hatte Anfang März in der „Ärzte Zeitung“ angekündigt, die notwendigen Anpassung an der Gebührenordnung für Zahnärzte vorzunehmen. Er kündigte eine Steigerung von rund 6 Prozent. Der PKV-Verband sagte nun allerdings, dass das Ministerium bei ihrer Neuregelung davon ausgegangen sei, dass die Ärzte von der Abrechnung des 2,3-fachen Höchstsatz nun seltener Gebrauch machen würden.

 

Hohe Steigerung innerhalb der letzten Jahre

Stefan Reker, Sprecher des PKV-Verbands sagte zur Ärzte Zeitung, dass im Gegenteil zu normalen Steigerungen nun immer häufiger sehr große Steigerungen angewendet werden. So stieg der Beitragshöchstsatz  von 2000 auf 2009 um rund 65 Prozent an.

 

 

Honorarsteigerung auch in der GKV nicht ohne Folgen

Sollte sich dieser Trend fortsetzen, so würden laut Reker zu den veranschlagten 6 Prozent noch rund 8 Prozent hinzukommen. Außerdem erwartet der PKV-Verband, dass die Zahnärzte bald zu einzelnen Gebührenpositionen Abrechnungsoptimierungen entwickeln werden. So könnten die Kosten noch weiter ansteigen.  Reker sagte, der PKV-Verband halte die Klagen über zu niedrige Honorarsteigerungen für unangebracht. Da Folgen dieser Kostensteigerungen dürften nicht nur Versicherte der privaten Krankenkassen zu spüren bekommen. Auch die Kosten für Zahnersatz im Bereich der gesetzlichen Krankenkasse dürften ansteigen.

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