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PKV

PKV: Steigende Kosten zu Lasten der Versicherten

31. Mai 2011

 

 

 

Nicht nur in der gesetzlichen Krankenkasse steigen die Kosten von Tag zu Tag mehr an. Auch die privaten Krankenkassen haben schwer unter den immer weiter steigenden Kosten im Gesundheitswesen zu leiden. Einer Berechnung der PKV zufolge verursachen Privatpatienten Kosten  von rund 10 Milliarden Euro mehr im Jahr als gesetzlich Versicherte.

 

PKV rechnet anders ab

Grund für diese deutlichen Unterschiede zwischen den beiden Krankenkassen sehen Experten darin, dass die privaten Krankenkassen Rechnung von Krankenhäusern und Ärzten nicht im selben Umfang wie die gesetzlichen Krankenkassen prüfen können. Außerdem werden Rechnungen von Privatversicherten anders abgerechnet, als die der gesetzlich Versicherten. Hier gelten andere Gebührenverordnungen, die teilweise deutlich höhere Kosten veranschlagen als die Gebührenordnungen für gesetzliche Krankenkassen.

 

GK-Versicherte verursachen nur ein Viertel der Kosten von PK-Versicherten

So werden bei Privatversicherten häufig mehrere Leistungen abgerechnet als bei GK-Versicherten. 2008 lagen die Kosten für Laborkosten pro Kopf bei den Privatpatienten bei 129 Euro. Gesetzlich Versicherte verursachten dagegen im Schnitt nur Kosten von 26 Euro.

 

 

Behandlungen hinterfragen

Häufig bleibt den privaten Krankenkassen nur die Erhöhung der PKV Beiträge übrig, um die hohen Kosten zu stemmen. Diese können die Inanspruchnahme von Leistungen der Versicherten kaum beeinflussen. Die Versicherten selbst sind der Meinung des Arztes häufig „ausgeliefert“. Sie können nicht wirklich nachvollziehen, ob eine Behandlung nun von Nöten war oder nicht. Behandlungen, die nicht direkt notwendig erscheinen, sollten deshalb immer von den Patienten hinterfragt werden.

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