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PKV

PKV: Steht das Ende der privaten Krankenversicherung bevor?

19. März 2012

Der privaten Krankenversicherung scheinen keine rosigen Zeiten bevorzustehen. Viele Experten vermuten, dass es bald vorbei sein dürfte mit dem privaten System. Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Verbandes, Dr. Dorris Pfeiffer, gab in einem Interview mit RP Online zu Wort, dass sie davon ausgehe, dass sich die private Krankenversicherung schon bald von selbst abschaffen dürfte. Auch der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Jens Spahn, äußerte große Zweifel an der Zukunftsträchtigkeit der privaten Krankenversicherung.

 

Schafft sich die PKV selbst ab?

Geht es nach der GKV-Spitzenverband Vorsitzenden, so dürfte sich die PKV bereits in Bälde selbst abschaffen. Diese Aussage bestätige auch das Handeln einiger Krankenversicherer, die bereits jetzt vermehrt auf den Vertrieb von privaten Krankenzusatzversicherungen setzen würden und das Geschäft mit den privaten Krankenvollversicherungen zunehmend vernachlässigen würden. Auch die Entwicklung bei einigen Krankenversicherern stützt diese Aussage. So musste die Allianz Krankenversicherung im vergangenen Jahr einen leichten Rückgang bei den Krankenvollversicherungen hinnehmen, konnte dafür aber im Bereich der Krankenzusatzversicherungen deutlich zulegen.

 

Private Krankenzusatzversicherungen boomen

Auch immer mehr Experten gehen davon aus, dass die Zukunft des deutschen Gesundheitssystems in einem einheitlichen Versicherungssystem für alle Versicherten liegen dürfte. Aufgestockt werden könnte die Basisversorgung des Systems dann durch die Zubuchung einer privaten Krankenzusatzversicherung. Allerdings hätte dieses System dann auch einige Nachteile für die Versicherten. So bemängelt die FDP, dass Versicherte beispielsweise im Falle einer Bürgerversicherung nicht mehr die freie Wahl bzgl. des Systems hätten. Sie müssten sich dann mehr oder weniger mit einer Einheitsversicherung zufrieden geben.

 

 

Jens Spahn kritisiert private Krankenversicherung als nicht mehr zeitgemäß

Nach der Meinung des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU, Jens Spahn, ist das System der PKV nicht mehr zeitgemäß. Auch die Beitragserhöhungen am Anfang des Jahres hätten einmal mehr gezeigt, dass das System so nicht funktioniere, argumentiert Spahn. Zudem kritisierte Spahn auch die internen Probleme der PKV, wie beispielsweise die überzogenen Provisionszahlungen. Diesem Problem wir jedoch mit Einführung der neuen Provisionsregelungen inkl. verlängerter Stornohaftungszeit im April 2012 der Riegel vorgeschoben werden.

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