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PKV

PKV: Stabilere Beiträge durch Einberechnung von Kostensteigerungen

17. Februar 2012

Bisher war es ein großes Problem der privaten Krankenversicherung, dass mit zunehmendem Alter auch die Beiträge immer steiler anstiegen. Die HUK Coburg möchte dieser Problematik nun als erster privater Krankenversicherer entgegenwirken und will bestimmte, absehbare Kostensteigerungen bereits im Vorfeld in die Beitragsberechnung mit einfließen lassen.

 

Neue Beitragskalkulation soll für stabilere Beiträge sorgen

Damit geht die HUK Coburg ein Problem an, welches die private Krankenversicherung schon seit vielen Jahren beschäftigt. Steigen die Beiträge aufgrund erhöhter Kosten im Gesundheitswesen, so müssen auch die Altersrückstellungen angehoben werden. Dies bedeutet jedoch, dass die Prämien für Altkunden der PKV deutlich teurer sind, als für Versicherte gleichen Alters und Gesundheitszustands, die jedoch gerade erst in die PKV gewechselt sind. Dieser Unterschied soll im Zuge der Umstellung der Beitragskalkulation beglichen werden, gab der Vorstandsvorsitzende der HUK Coburg, Wolfgang Weiler in einem Interview mit der FTD an.

 

Private Krankenversicherung sammelt Argument

Sollte das Unterfangen der HUK Coburg gelingen, so könnte dies zu einem wichtigen Argument der privaten Krankenversicherung gegenüber der Bürgerversicherung darstellen. Viele Politiker hatten die PKV zuletzt immer wieder aufgefordert, die überhohen Beitragserhöhungen in den Griff zu bekommen. Mit der Einberechnung von absehbaren Kostensteigerungen dürfte zumindest die Höhe der Beitragserhöhung deutlich niedriger ausfallen als bisher. Die private Krankenversicherung verlor zuletzt immer mehr den Rückhalt aus der Politik und anderen wichtigen Gremien. Viele Experten rechnen mittlerweile mit einer Einführung der Bürgerversicherung 2013.

 

 

Leichte Erhöhung der Neukundenbeiträge

Ein kleines Aber gibt es jedoch. Durch die Neukalkulation der Beiträge dürfte es eine leichte Erhöhung der Neukundenprämien geben. Im Schnitt dürften der Beitragssatz um rund 0,5 Prozent angehoben. Zwar eine Belastung der HUK Coburg gegenüber anderen Anbietern, das will man jedoch in Kauf nehmen, erklärt Weiler. Zudem sei der Zeitpunkt gerade günstig, da mit der Einführung der Unisex-Tarife eh eine Neuberechnung der Tarife erfolgen müsse. Dabei setzt die HUK Coburg voll auf Eigeninitiative.

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