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PKV

PKV: SPD plant Beteiligung der PKV an gesetzlicher Rentenversicherung

24. Februar 2012

Aus einem Positionspapier der SPD geht hervor, dass diese eine Beteiligung der privaten Krankenversicherung an der gesetzlichen Pflegeversicherung im Zuge der Bürgerversicherung plant.  Der Verband der privaten Krankenversicherung ist davon gar nicht begeistert und äußerte sich sehr kritisch zu den geplanten Änderungen der SPD.

 

SPD will PKV für Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung heranziehen

Die immer älter werdende Bevölkerung sorgt für eine höhere Pflegebedürftigkeit, was sich natürlich auch in der Kasse der gesetzlichen Pflegeversicherung wiederspiegelt. Die SPD plant daher, die private Krankenversicherung an den Kosten der Pflegeversicherung in Höhe von einer halben Milliarde Euro im Jahr zu beteiligen. Dies geht aus einem Positionspapier der Bürgerversicherung-Arbeitsgruppe der SPD hervor. Als Begründung für dieses Vorhaben sieht die SPD das ungleiche Verhältnis der „alten Menschen“ in die der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung.

 

Höhere Pflegeversicherung-Beiträge für Privatversicherte

Mit einer Umstellung auf die Bürgerversicherung ist zudem auch eine Umstellung der Beitragsberechnung zur privaten Pflegeversicherung geplant. Aktuell wird hier monatlich ein durchschnittlicher Beitrag von 28 Euro im Monat. In der gesetzlichen Pflegeversicherung ist dieser abhängig vom Einkommen. Sollte es zu einer derartigen Änderung kommen, so hat der PKV-Verband errechnet, dass der Beitrag zur Rentenversicherung für Privatversicherte auf 42 Euro steigen dürfte. Dies würde eine Steigerung von 48 Prozent gegenüber dem jetzigen  Beitrag betragen. Die Mehreinnahmen aus dieser Änderung dürften nach Angaben der SPD rund 2 Milliarden Euro im Jahr betragen.

 

 

SPD erntet Kritik aus der PKV und FDP

Neben der privaten Krankenversicherung wehrte sich jedoch auch die FDP heftigst gegen die Absichten der SPD.  So gab der gesundheitspolitische Sprecher der FDP, Heinz Lanfermann zu Wort, dass seiner Meinung nach die Pläne der SPD in das Grundrecht auf Eigentum eingreifen würden und somit verfassungswidrig seien. Unterstützt wurde Lanfermann dabei auch von dem Vorsitzenden des PKV-Verbandes Volker Leienbach, der die Pläne der SPD als Enteignung der Privatpatienten bezeichnete. Seiner Meinung nach sei die Arbeitsgruppe der SPD bei der Planung der Bürgerversicherung leicht vom Weg abgekommen.

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