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PKV

PKV: Rückkehr in die gesetzliche Krankenkasse kaum möglich

15. März 2011

Versicherte, die sich für die private Krankenversicherung entschieden haben, können nur in wenigen Fällen in die gesetzliche Krankenkasse zurück. Ein Wechsel ist beispielsweise dann möglich, wenn Betroffene wieder versicherungspflichtig werden, weil beispielsweise das Einkommen sinkt oder die Selbstständigkeit aufgegeben wird. Diese Regelung gilt allerdings nur für Versicherte bis zum 55. Lebensjahr.

 

Viele Selbstständige und Freiberufler, aber auch immer mehr Angestellte mit einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze, entscheiden sich heute für die private Krankenversicherung. Die Gründe hierfür sind unter anderem risikoadäquate Beiträge, aber auch attraktive Leistungen und die bevorzugte Behandlung als Privatpatient.

Wechsel von der privaten zur gesetzlichen Krankenversicherung

Wenn die Beiträge im Alter allerdings steigen fragen sich viele privat Versicherte, ob ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist. Diese Frage jedoch kann nicht pauschal beantwortet werden. Wer privat versichert ist kann nur dann in die gesetzliche Krankenversicherung zurückwechseln, wenn die Versicherungspflicht wieder eintritt. Dies jedoch geschieht nur dann, wenn man die Selbstständigkeit aufgibt und in ein Angestelltenverhältnis wechselt. Wer bereits als Arbeitnehmer tätig ist, wird mit dem unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze (aktuell 49.500 Euro pro Jahr) wieder versicherungspflichtig. Beide Regelungen gelten jedoch nur dann, wenn die Betroffenen das 55. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. In diesem Fall wird der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ausgeschlossen.

Wechsel in den Private Krankenversicherung Basistarif

Versicherte, die aufgrund von niedriger Einkommen ihre Beiträge nicht oder nur schwer finanzieren können, können in den Basistarif der privaten Krankenversicherung wechseln. Bedürftigen wird hier sogar der hälftige Betrag erlassen. Auch Arbeitslose können seit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts jetzt alle Beiträge für die private Krankenversicherung vom Jobcenter erhalten und sind so finanziell abgesichert. Alternativ kann nach einer günstigeren PKV gesucht und ein Tarifwechsel vorgenommen werden.

 

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