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PKV

PKV: Rückerstattung durch Beitragsrückstand gefährdet

28. Mai 2011

Versicherte einer PKV genießen seit je her einen Sonderstatus bei den Behandlungen. Jedoch ist dieser akut gefährdet, wenn der Patient mit seinen Beiträgen im Rückstand ist. Ein paar Monate im Rückstand und die aufkommenden Halsschmerzen oder die laufende Nase werden nicht mehr behandelt. Ein ganzes Jahr ohne Beitrag und der Anspruch auf die Privilegien durch die Private Krankenversicherung entfallen sogar bei einer Notfallbehandlung.

 

Private Krankenversicherungen: Kein Beitrag – Keine Leistung

Dieser Grundsatz gilt nicht ganz. Die PKV darf, nach der Einführung der allgemeinen Krankenversicherungspflicht im Jahr 2009, keinen Versicherten mehr entlassen. Die Leistungen dürfen jedoch, je nach Länge des Zeitraumes in dem die Beiträge fehlen, gekürzt werden. So erhalten Versicherte, die länger als zwei bis drei Monate keinen Beitrag mehr bezahlt haben, nur noch eine Notfallbehandlung erstattet bzw. dürfen sich Schwangere den dafür notwendigen Behandlungen unterziehen lassen. Jede andere Behandlung muss gänzlich aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Sollte sich der Beitragsrückstand auf zwölf Monate oder länger belaufen, werden die Versicherten in den Basistarif zurückgestuft. Dieser entspricht den Leistungen der GKV und sein Beitrag richtet sich nach der gesetzlichen Höchstgrenze. Wird dieser Beitrag ebenfalls nicht gezahlt, ruht der Versicherungsschutz weiter.

 

PKV: Was tun bei Rückstand?

Sollte sich im Ernstfall ein solcher Beitragsrückstand anhäufen, muss man, um wieder den vollen Erstattungsschutz der Versicherung zu genießen, die ausstehenden PKV Beiträge nachzahlen. Dies geht oft mit einem Säumniszuschlag einher. Will man in seinen alten PKV Tarif zurück, geht dies häufig nur über eine erneute Gesundheitsprüfung. Den Beitrag kann man reduzieren, indem man zum Beispiel seine Selbstbeteiligung erhöht oder auf bestimmte Privilegien, wie ein Einzelbettzimmer, verzichtet.

 

 

 

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