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PKV

PKV: Regierung will Versicherungspflicht untersuchen

23. März 2012

Die steigende Zahl der Nichtzahler macht der privaten Krankenversicherung immer mehr zu schaffen. Aus diesem Grund brachten einige Experten der PKV in einem geschlossenen Gespräch mit dem Gesundheitsausschuss den Vorschlag zu einem Tarif, speziell für die Nichtzahler der PKV. Dieser Tarif soll im Leistungsumfang sowie bei den Kosten deutlich abgespeckt sein und die Krankenkassen so entlasten. Die Bundesregierung kündigte nun im Zuge der aktuellen Diskussionen an, eine Prüfung der Versicherungspflicht durchführen zu wollen. Ziel sei es, zu ermitteln, ob Fehler gemacht wurden und welche Auswirkungen dies auf das Versicherungssystem hat.

 

Zahl der Nichtzahler steigt weiter

Aktuelle Zahlen des Januars 2012 besagen, dass rund 144.000 nichtzahlende Versicherte die PKV mit einem Volumen von rund 550 Millionen Euro belasten. Mittlerweile dürfte sich diese Zahl noch ein wenig nach oben geschraubt haben. Die Schuld an der aktuellen Situation geben die Krankenversicherer der 2009 eingeführten Versicherungspflicht. Diese sollte ursprünglich verhindern, dass Menschen im jungen Alter in die PKV wechseln und dann im hohen Alter aufgrund der steigenden Beiträge zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln.

 

Versetzung in den Basistarif

Im Normalfall werden Nichtzahler einfach in den Basistarif abgeschoben, bei der aktuellen Fülle an Nichtzahler bereiten jedoch selbst diese Versicherte große Probleme. Die Kostenobergrenze für Leistungen des Basistarifs liegen aktuell bei 590 Euro, was durch die hohe Anzahl der Nichtzahler zu einem immer größer werdenden Problem für die Krankenversicherer heranwächst.

 

 

Entscheidung zum Nichtzahlertarif steht noch aus

Die letzte Entscheidung zum Nichtzahlertarif der privaten Krankenversicherung ist noch nicht gefallen. Bekannt wurde nun jedoch auch, dass ein derartiger Spezialtarif unter Umständen auch für die gesetzliche Krankenversicherung angedacht ist. Zunächst einmal sollen erst die Auswirkungen der Versicherungspflicht untersucht werden. Zudem will die Bundesregierung herausfinden, ob bei deren Einführung Fehler gemacht wurden.

 

Keine Rückkehr in die GKV

Eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung wird es für die beitragssäumigen Mitglieder der privaten Krankenversicherung nicht geben. Man werde hier nicht die Regeln außer Kraft setzen, sondern gleiches Recht für alle walten lassen, äußerte die parlamentarische Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz. Wer in die private Krankenversicherung wechselt, der weiß bereits von vorneherein, dass eine Rückkehr nicht ohne weiteres möglich ist.

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