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PKV

PKV: Politik fordert Ende des Zweiklassensystems

7. Februar 2012

Die private Krankenversicherung verliert in Deutschland immer mehr den Rückhalt aus der Politik. Auch viele Befürworter des dualen Systems kehren diesem zunehmend den Rücken. Auch die CDU, ursprünglich ein Befürworter der privaten Krankenversicherung, findet immer mehr Kritik am privaten System. Sollte es 2013 zu einem Wahlerfolg der SPD kommen, so dürfte dies wohl das Ende der PKV bedeuten.  

 

Zweigeteiltes Gesundheitssystem

Aktuell ist das deutsche Gesundheitswesen noch in zwei geteilt, bestehend aus der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Insgesamt beherbergen die privaten Krankenversicherer rund 9 Millionen Versicherte, die gesetzlichen Kassen rund 70 Millionen. Gegenüber den Versicherten der gesetzlichen Kassen erhalten Privatpatienten vielerorts große Vorteile, beispielsweise bei der Behandlung, den Terminen oder der Versorgung. Dieser Umstand geht vielen Kritikern gegen den Strich und lässt die Rufe nach einem einheitlichen System immer lauter werden. Zudem verliert die private Krankenversicherung zunehmend an Rückhalt. Hielten im vergangenen Jahr noch viele Politiker, Journalisten und Versicherte an dem System fest, so wünschen sich 2012 viele Versicherte eine Rückkehr in die GKV.

 

Ist 2013 mit der privaten Krankenversicherung Schluss?

Auch viele Politiker lassen große Kritik an der privaten Krankenversicherung. So auch der CDU-Politiker Jens Spahn. Dieser bescheinigte dem privaten System fehlende Zukunftsfähigkeit und will das System daher in naher Zukunft durch ein einheitliches System für alle Versicherten ersetzen. Da neben dem CDU-Politiker auch die SPD bereits seit einigen Monaten Pläne für ein einheitliches Gesundheitssystem schmiedet, dürfte sich mit der Bundestagswahl 2013 auch das Schicksal der privaten Krankenversicherung entscheiden.

 

 

Gesteigerter Wettbewerb soll Klarheit bringen

Ginge es nach der SPD, so würde den privaten und gesetzlichen Krankenversicherern ein Stichtag gesetzt. Bis zu diesem Tag könnten dann Wechselwillige noch in das jeweils andere System wechseln. Die SPD erhofft sich, durch diesen Umstand einen gesteigerten Wettbewerb zwischen den beiden Systemen herstellen zu können. Die Idee dafür entspringt der Gesundheitsreform des niederländischen Gesundheitssystems.

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