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PKV

PKV: PKV-Verband fordert Gesetz gegen Beitragspreller

27. Juli 2011

Im aktuellen Rechenschaftsbericht des PKV-Verbandes beklagt der Verband die hohe Zahl an Beitragsprellern in der PKV. Diese fehlenden Beitragseinnahmen müssen dann durch die Beiträge zahlender Versicherter wieder ausgeglichen werden. Durch das Gesetz zur Wettbewerbsstärkung ist es den privaten Krankenversicherern nicht mehr möglich, Nichtzahlern einfach zu kündigen. Viele Vertreter aus dem Bereich der PKV fordern seit längerem eine Änderung des veralteten Gesetzes.

 

Krankenversicherungspflicht

Das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs wurde am 02.02.2007 verabschiedet. Es verpflichtet alle deutschen Bürger, sich in einer Kranken- und Pflegeversicherung zu versichern. Außerdem ermöglicht es den Versicherten der privaten Krankenversicherungen die Mitnahme ihrer Altersrückstellungen. Für die Krankenkassen selbst hatte die Gesetzesänderung aber auch eine negative Folge, sie können nichtzahlende Mitglieder nicht mehr die Mitgliedschaft kündigen. Allerdings kann die Krankenkasse in einem solchen Fall die Leistungen sowie die Versorgung des Versicherten auf ein kleineres Maß senken. So müssen nur noch Leistungen im Notfall erbracht werden.

 

Selbstständige können häufig Beiträge nicht zahlen

Vor der Inbetriebnahme des Gesetzes war es den deutschen  Bürgern selbst überlassen, eine Krankenversicherung abzuschließen. 2008 waren nach Schätzungen rund 200.000 Menschen ohne Krankenversicherung. Dies ist nun nicht mehr möglich, verfügt ein Bürger über keine Krankenversicherung, drohen Sanktionen und Beitragsnachzahlungen. Häufig sind es auch Selbstständige, welche die hohen Beiträge der privaten Krankenversicherung nicht mehr zahlen können. Von 2009 auf 2010 stieg die Zahl der Beitragspreller um knapp 4000 neue Nichtzahler an.

 

 

PKV-Verband fordert Gesetzesänderung

Der PKV-Verband fordert nun eine Gesetzesänderung, um die zahlenden Bürger zu entlasten. Die Befürchtung, die Zahl der Beitragspreller könnte weiter ansteigen, könnte sich ansonsten bewahrheiten. Je nach Größe der Krankenkasse sind die Beitragspreller eine echtes finanzielles Problem. Wo die größeren Versicherungsunternehmen die fehlenden Beiträge relativ locker wegstecken, haben kleine Unternehmen mit nur 100.000 – 300.000 Versicherten schon unter dem finanziellen Druck zu leiden.  Um solchen Problemen vorzubeugen, ist die private Krankenkasse dazu übergegangen, neben dem Gesundheitszustand auch die finanziellen Umstände der Antragssteller zu prüfen.

 

 

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