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Politik

PKV: keine Öffnungsklausel – Gebührenordnung für Zahnärzte kommt

4. März 2011

 

 

 

 

 

Bereits im Koalitionsvertrag wurde die Neuordnung der ärztlichen und zahnärztlichen Gebührenordnung beschlossen.

Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler stellt sich nach großem Hin und Her jetzt auf die Seite der Ärzte und Zahnärzte und verspricht mit der neuen Gebührenordnung für Zahnärzte eine baldige Lösung. Der von der PKV gewünschten Öffnungsklausel verpasst Rösler eine Absage.

GOÄ – Die neue Gebührenordnung für Ärzte und Zahnärzte soll kommen

Die Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte gelten in Deutschland teilweise bereits seit den 1980er Jahren. Die damals festgelegten Arzthonorare entsprechen jedoch nicht mehr den heutigen Behandlungs- und Vergütungsstandards und müssen daher aus Sicht der Bundesregierung neu verhandelt werden. Die Zahnärzte können sich bereits auf eine baldige neue Gebührenordnung einstellen, die dann wohl auch Grundlage für die neue Gebührenordnung der Ärzte sein wird. Allerdings wird eine Änderung für Ärzte erst in der nächsten Legislaturperiode erwartet. Doch auch wenn die ärztliche Gebührenordnung reformiert wird, zunächst sollen vor allem die Leistungen für privatärztliche Behandlungen angepasst werden. Die von den gesetzlichen Krankenkassen geleisteten Vergütungen sollen vorerst auf dem heutigen Niveau verbleiben.

Vorerst keine Öffnungsklausel für die PKV

Alternativ zur Neuverhandlung der Gebührenordnungen forderte der PKV-Verband in den letzten Monaten eine Öffnungsklausel. So soll ermöglicht werden, dass eigenständige Verhandlungen mit den Ärzten geführt werden und so auch eine fairere Bezahlung gewährleistet werden soll. Bundesgesundheitsminister Rösler jedoch sprach sich gegen eine solche Öffnung aus, denn er befürchtet durch separate Verhandlungen einen schlechtere Position für die Ärzte und Zahnärzte. Die Ärzteschaft begrüßte Röslers Entscheidung, da auch sie Preisdumping befürchtet hatten.
Nach aktuellen Verhandlungen sollen die Zahnärzte in Deutschland bald rund sechs Prozent mehr Geld erhalten. Diese Entscheidung jedoch ist den Zahnärzten zu gering, denn nach rund 23 Jahren stabiler Preise hätten sie sich eine deutlichere Anpassung gewünscht. Die Verhandlungen werden fortgesetzt.

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