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GKV

PKV oder GKV 2012: Frage nach der richtigen Krankenversicherung

15. Dezember 2011

Übersteigt das jährliche Arbeitsentgelt eines Arbeitnehmers die Jahresarbeitsentgeltgrenze, so steht im der Wechsel in die private Krankenversicherung offen. Gerade jetzt zum Jahresende stellt sich daher vielen Gutverdienern die Frage nach der Krankenversicherung: GKV oder PKV?

 

Ausführlicher Angebotsvergleich unerlässlich

Liegt ein Arbeitnehmer mit seinem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze, so hat er die Möglichkeit, sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht zu lösen und in die PKV zu wechseln. Ihm steht jedoch auch der Verbleib in der GKV und somit eine freiwillige Krankenversicherung zu. Möchte ein Versicherungsnehmer wechseln, beantragt den Wechsel jedoch nicht rechtzeitig, so wird die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung im Folgejahr weitergeführt. Wer einen Wechsel vollziehen möchte, sollte sich zunächst einen vernünftigen Überblick über den Tarifmarkt verschaffen und die verschiedenen Angebote miteinander vergleichen.

 

Vergleich beider Krankenversicherungssysteme

Welche die beste Krankenversicherung ist, lässt sich schwer sagen. Da beide Krankenversicherungen ihre Vor- und Nachteile haben und sich auch die Tarife der PKV teilweise doch sehr deutlich unterscheiden, sollten Versicherte hier nach ihren eigenen Bedürfnissen entscheiden, welche KV am besten zu Ihnen passt. Empfehlenswert ist es hier sich zunächst Gedanken darüber zu machen, was ich von meiner Krankenversicherung erwarte und welche Leistungen ich benötige. Danach sollten zunächst einmal Informationen zu beiden Versicherungssystemen eingeholt werden. Darauf sollte dann ein ausführlicher Vergleich der Beitragshöhen, Leistungen und weiterer Details erfolgen.

 

 

Beitragsentwicklung bei der Krankenkassenwahl beachten

Wie auch die aktuellen Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung zeigen, wird es immer wichtiger, auch den finanziellen Standpunkt der Krankenversicherung sowie die Beitragsstabilität der gewünschten Tarife mit in die Entscheidung einfließen zu lassen. Tarife mit hoher Beitragsstabilität sind eher weniger anfällig für Beitragserhöhungen, eine finanzielle Gesundheit der Krankenkasse deutet auf ein gutes Management hin. Ratings zur Beitragsstabilität werden unter anderem durch das Analysehaus Morgen & Morgen erstellt, aber auch der map-Report von Manfred Poweleit lässt sich die Beitragsentwicklung der Krankenkassen mit in das Ratingergebnis einfließen.

 

Verbraucher sollten Billigtarife meiden

Von einem Wechsel in Billig- oder Einsteigertarife sollten Verbraucher gänzlich absehen. Erst kürzlich hatte sich einmal mehr gezeigt, dass das Modell der günstigen Einsteigertarife nicht ganz so funktioniert, wie sich das viele Versicherer ursprünglich vorgestellt hatten. So ist die Ausfallquote in den Billigtarifen besonders hoch, was sich auch in den Beitragserhöhungen für 2012 bemerkbar macht. So muss die Central Krankenversicherung Beitragserhöhungen für 2012 in Höhe von bis zu 40 Prozent vornehmen, um die fehlenden Beitragseinnahmen auszugleichen.

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