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PKV

PKV: Mehrausgaben von 10 Milliarden Euro

27. Juni 2011

 

 

 

 

 

Die Kosten in beiden Krankenkassensystemen steigen immer weiter. Obwohl die private Krankenkasse mit  rund 10 Prozent deutlich weniger Versicherte gegenüber den 90 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen versichert, gab sie im 2010 rund 10 Milliarden Euro mehr aus.

 

Kosten für Medikamente und ambulante Behandlungen steigen

Die Kosten für Medikamente, ärztliche Behandlungen und Therapiemaßnahmen werden immer teurer. Das haben gerade die gesetzlichen Krankenkassen erst zu spüren bekommen, der Beitragssatz wurde von 14,9 auf 15,5 Prozent angehoben. Auch müssen immer mehr gesetzliche Krankenkassen Zusatzbeiträge erheben, welche die Versicherten zusätzlich belasten.

 

PKV mit Mehrausgaben von rund 10 Milliarden Euro

Die Kosten der privaten Krankenversicherung liegt aber trotz weniger Mitglieder deutlich über denen der GKV. Laut einer aktuellen Studie waren es 2010 rund 10 Milliarden Euro mehr als in der GKV. Bereits 2008 waren diese Kosten deutlich höher. Damals lagen die laborkosten für Privatversicherte im Schnitt bei 129 Euro, die der gesetzlich Versicherten hingegen nur bei 28 Euro.

 

Mediziner rechnen nicht notwendige Leistungen ab

Diese massiven Unterschiede lassen sich unter anderem auf die Gebührenordnung für Ärzte zurückführen. Diese Ordnung gibt an, wie viel Honorar ein Arzt für eine Leistung bei einem privatversicherten Patienten berechnen darf. Aufgrund der Tatsache, dass Mediziner hier jede Leistung einzeln abrechnen können, werden teilweise auch nicht erbrachte oder nicht notwendige Leistungen mit abgerechnet. 2009 waren beispielsweise nur rund die Hälfte aller abgerechneten Kernspintomografien auch für die späteren Therapien hilfreich. Bei gesetzlich Versicherten hingegen erhält der Arzt einen festen gleichbleibenden Beitrag pro Quartal.

 

 

Tariferhöhungen für PKV erwartet

Die Kosten der privaten Krankenkassen sind aus diesen Gründen im vergangenen Jahr deutlich teurer geworden, viele PK-Versicherte müssen mit einer Tariferhöhung rechnen. Auch die Einführung der Unisex-Tarife wird laut Experten die Beiträge noch einmal deutlich in die Höhe schnellen lassen. Laut PKV gelte dies aber nur für Neukunden, Bestandskunden sollen von den deutlich teureren Beiträgen für die neuen Unisex-Tarife verschont bleiben.

 

 

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