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PKV

PKV: Maklerprovisionen in der Diskussion

28. September 2011

Bereits in der Vergangenheit gab es immer wieder hitzige Diskussionen um die viel zu hohen und überzogenen Maklerprovisionen im Vertrieb der privaten Krankenversicherung. Eine entsprechende Gesetzesänderung soll überhöhten Maklerprovisionen nun einen Riegel vorschieben. Zu diesem Anlass trifft sich heute ein Finanzausschuss des deutschen Bundestages, um im Zuge einer Änderung am Versicherungsaufsichtsgesetz eine Gruppe von Experten zu diesem Thema zu befragen. Bisher hagelt es rege Kritik an den geplanten Gesetzesänderungen.

 

Provisionsbegrenzung auf 8 Monatsbeitäge

Das Versicherungsaufsichtsgesetz regelt die Novellierung der Finanzanlagen-Vermittler sowie des Vermögensanlagen-Rechts. In diesem Gesetz sind auch die Provisionsregelungen für die Vermittlung von Krankenversicherungen geregelt. Der Finanzausschuss hatte einen entsprechenden Entwurf vorgelegt, der eine Kürzung der Provision für Makler privater Krankenversicherungen auf 8 Monatsbeiträge, sowie eine Ausweitung der Stornohaftung auf 5 Jahre vorsieht. Eine ähnliche Änderung soll auch für den Vertrieb mit Lebensversicherungen gelten. Um zu verhindern, dass Makler ihren Kunden in den ersten Jahren einen Wechsel in eine andere Krankenversicherung empfehlen, soll ihnen hierfür der Anreiz genommen werden. Eine Verabschiedung der geplanten Gesetzesänderung ist für den 01. Januar 2012 vorgesehen.

 

Verbraucherschützer beteiligen sich an Diskussion

Um sich seiner Entscheidung aber ganz sicher zu sein, wurden die Experten der verschiedenen Verbände zu einer Anhörung eingeladen. Dazu gehören neben dem GDV auch der PKV-Verband sowie der Maklerpool. Auch einige Experten der unabhängigen Stiftung Warentest sowie des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen werden sich an der Diskussion beteiligen. Allerdings hagelte es schon im Vorfeld viel Kritik für die geplante Gesetzesänderung. So würde den Maklern unterstellt, unangemessen viel Geld zu verdienen. Außerdem schüre die Diskussion nur noch mehr Misstrauen unter den Verbrauchern.

 

 

Verbands-Chef fordert staatliche Regelung

Auch in der Vergangenheit war das Thema rund um die hohen Maklerprovisionen in der privaten Krankenversicherung immer wieder heiß diskutiert worden. PKV-Verbands Chef Reinhold Schulte forderte bereits mehrmals eine staatliche Regelung, da die Probleme der überhöhten Provisionen nicht auf „natürlichem“ Wege in den Griff zu bekommen sein. Indirekt werden auch die Versicherten mit den hohen Provisionen belastet, so Schulte. Die Provisionen seien als Betriebskosten anzusehen. Da diese von den Versicherten indirekt mitgetragen werde, sei es auch in ihrem Sinne, diese möglichst niedrig zu halten.

 

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