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Politik

PKV: Kritik an Basistarif hält an

20. April 2011

Mit dem PKV Basistarif hat die Bundesregierung eine Versicherungsmöglichkeit für alle Mitglieder der PKV geschaffen, die sich den Beitrag für ihren eigentlichen Tarif nicht mehr leisten können. Allerdings scheint man in Berlin die Folgen eines solchen Beitragsmodells vergessen zu haben. Denn die Kritik am Basistarif reißt nicht ab. Die Versicherer würden ihn gern abschaffen. Und auch die Opposition wünscht sich Änderungen.

 

Staatlich verordnete bittere Pille

Für die private Krankenversicherung ist der Basistarif eine staatlich verordnete Pille mit bitterem Beigeschmack. Denn der Basistarif ist in den Augen einiger Experten ein Auffangbecken für alle, die ihren Beitrag nicht mehr finanzieren können. Dazu gehören ältere Mitglieder der PKV sowie Selbständige, die in Hartz IV abrutschen. In nicht wenigen Fällen stehen hier bereits Beitragsrückstände im Raum, die sich in der Vergangenheit kaum verringert haben.

 

Und die PKV zusätzlich Geld kosten. Denn mit den tatsächlich zu zahlenden Beiträgen lässt sich kaum kostendeckend arbeiten. Eine Tatsache, die den Versicherern mehr als sauer aufstößt. Was hat aber die Opposition am Basistarif auszusetzen? In den Augen der Grünen und der SPD subventioniert seit dem Urteil des BSG der Steuerzahler die private Krankenversicherung mit. Dass ein Vorstoß zur Reduzierung des Beitrags im Gesundheitsausschuss des Bundestages scheiterte, wundert zwar nicht. Hat aber Signalwirkung.

 

 

Änderungen am Basistarif in Planung

Denn es muss sich etwas am PKV Basistarif ändern. Eine Einsicht, die inzwischen auch im Bundesgesundheitsministerium angekommen zu sein scheint. Presseberichten zufolge prüft man derzeit den Basistarif. Welche Form eventuelle Änderungen haben werden und zu welchem Zeitpunkt sie kommen, bleibt aber offen. Bis dahin wird die Kritik mit großer Wahrscheinlichkeit nicht abreißen.

 

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