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PKV

PKV: Krankenversicherer verweigert Kostenübernahme für homöopathische Arzneimittel

25. Januar 2012

Hin und wieder kommt es vor, dass ein privater Krankenversicherer die Kosten für homöopatische Heilmittel nicht übernehmen möchte. Die Gründe hierfür sind von Krankenversicherer zu Krankenversicherer unterschiedlich. In einem aktuellen Fall verweigerte die AXA Krankenversicherung einem Versicherten die Kostenübernahme, da das Medikament zum Zeitpunkt der Einnahme in Deutschland als nicht zugelassen galt. Hierbei handelte es sich um das Medikament Zincum phosphoricum C 30. Eine Kostenerstattung sei daher nicht möglich, wie der Krankenversicherer erklärt.

 

WissHom nimmt Ablehnung von Kostenübernahmen bei Homöpathie unter die Lupe

Weiter erklärt die AXA KV, lasse sich bei dem Gebrauch des Arzneimittels Zincum phosphoricum C 30 keine medizinische Notwendigkeit erkennen. Zusammen mit der Tatsache, dass das Medikament zum Zeitpunkt des Bezuges nicht in Deutschland zugelassen war, sei eine Kostenübernahme nicht möglich. Die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie (WissHom) hat sich diese und viele weitere Begründungen anderer Krankenversicherer nun einmal genauer angesehen. Die WissHom setzt sich deutschlandweit für den Ausbau sowie die Weiterentwicklung und Anerkennung von homöopathischen Behandlungsmethoden und Medikamenten ein. Curt Kösters, Sprecher der WissHom erklärt, dass es sich bei homöopathischen Arzneimitteln definitiv um die Arzneimittel nach dem Arzneimittelgesetz handele.

 

Arzt bestimmt Notwendigkeit von Arznei- und Heilmitteln

Patienten können somit alle verkehrsfähigen Arzneimittel verordnet bekommen, unabhängig davon ob es sich dabei um registrierte homöopathische oder normale Arzneimittel handelt. Eine Erstattung der Kosten für derartige Heilmittel muss laut den meisten PKV-Verträgen dann erfolgen, wenn es sich bei einem Medikament um eine sinnvolle und notwendige Maßnahme handelt. Die Wirksamkeit sowie die Notwendigkeit werden jedoch nicht von der Krankenkasse, sondern vom behandelnden Arzt bestimmt, so sieht Kösters die Situation.

 

 

Urteil stärkt Versichertenrechte

In einem anderen Fall hatte der private Krankenversicherer die Kostenübernahme einer künstlichen Befruchtung abgelehnt, ohne die Gründe für die Ablehnung jedoch nachvollziehbar darzulegen. Das Gericht Urteilte in diesem Fall gegen die Krankenversicherung und stärkte damit die Rechte des Versicherten. Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen müssen nachvollziehbare Kriterien zur Prüfung von Kostenübernahmen enthalten, so das Urteil der Richter.

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