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PKV

PKV: Kosten für Zahnarztbehandlungen steigen an

14. Juni 2011

 

Nach Schätzungen von Experten der privaten Krankenkassen dürften die Zahnarztbehandlungen schon bald teurer werden, eventuell sogar um bis zu 20 Prozent. Experten der gesetzlichen Krankenkassen befürchten, dass diese Änderung auch bald auf das GKV-System überschwappen könnte.

 

Experten erwarten Anstieg der Kosten um max. 20 Prozent

Experten der privaten Krankenkassen warnen aktuell vor einem großen Anstieg von Zahnarztbehandlungen. „Die Welt“ berichtete in der Dienstagsausgabe, dass die Kosten sogar um das Doppelte des vom Bundesgesundheitsministerium angegebenen Wertes ansteigen könnten. Grund für die plötzlich ansteigenden Kosten im Bereich der Zahnbehandlungen ist die Überarbeitung der Gebührenordnung für Zahnärzte ( GOZ ). Diese Gebührenordnung ist die Grundlage für die Kostenabrechnung der Zahnärzte. Aber auch die Experten der gesetzlichen Krankenkassen erwarten einen Kostenanstieg. Da alle Leistungen, die über die Basisleistungen für gesetzlich Versicherte hinausgehen, auch nach der GOZ abgerechnet werden, dürften auch GK-Versicherte die Kostensteigerung zu spüren bekommen.

 

Anhebung der Honorare um 6 Prozent vorgesehen

Laut Bundesgesundheitsministerium ist eine Anhebung der Zahnarzt-Honorare um ca. 6 Prozent vorgesehen. Experten des PKV-Verbandes erwarten allerdings mindestens einen Anstieg der Honorare um bis zu 14 Prozent. So könnten die Honorare sogar um bis zu 20 Prozent steigen.

 

 

Höhere Kosten für gleiche Leistungen bei Privatpatienten

Das Privatpatienten häufig höhere Kosten berechnet werden liegt daran, dass Zahnärzte bei Privatpatienten aufgrund der GOZ unterschiedliche Gebührensätze für gleiche Leistungen berechnen können. Gebühren können mit einem Faktor multipliziert werden, der maximale Faktor war bisher 2,3. Ein höherer Faktor ist auch möglich, dies muss vom Arzt allerdings schriftlich begründet werden. Von 2000 bis 2009 stieg die Zahl der Abrechnungen, bei denen die Leistungen mit dem Maximalfaktor von 2,3 berechnet wurden, um fast 65 Prozent an.

 

 

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