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PKV

PKV: Hohe Beitragsteigerungen im Alter

23. März 2011

 

Viele Kunden von privaten Krankenversicherungen klagen momentan über massive Beitragssteigerungen. Vor allem ältere Versicherungsnehmer müssten dabei besonders tief ins die Portemonnaie greifen, als Grund hierfür geben die Krankenkassen steigenden Gesundheitskosten und die zunehmende Lebenserwartung an.

Junge Menschen zahlen viel weniger für eine private Krankenversicherung

Diese Argumente werden allerdings auch bei den gesetzlichen Krankenkassen als Gründe für Beitragssteigerungen angegeben, trotzdem steigen die Prämien dort nicht so stark wie bei den privaten Krankenkassen. Wie kann das sein? Während die Prämien bei den gesetzlichen Krankenkassen aus  15,5% des Einkommens berechnet werden, hängt dieser Wert bei den privaten Krankenkassen von verschiedenen Faktoren wie Eintrittsalter, Umfang des Versicherungsschutzes und Gesundheitszustand ab. Grund für die Beitragserhöhungen ist der, dass immer mehr Tarife für junge Menschen abgeschlossen werden, wodurch die Beiträge für ältere Menschen in die Höhe schießen. Junge Menschen werden seltener krank und müssen seltener zum Arzt oder ins Krankenhaus. Hier verdienen die privaten Krankenkassen am meisten Geld.

Wechsel des Tarifes nicht immer einfach

Schwierig wird es für ältere Menschen, wenn Sie den Tarif ihrer Versicherung wechseln möchten. Generell ist ein Wechsel möglich, allerdings stellt sich immer die Frage, zu welchen Konditionen. Möchte der Kunde zu einer anderen privaten Versicherung wechseln, so muss dort nach einer Gesundheitsprüfung mit hohen Risikozuschlägen gerechnet. Altersrückstellungen können eventuell nur zum Teil oder gar nicht mitgenommen werden. Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenkasse ist oft mit Schwierigkeiten verbunden, ab dem 55. Lebensjahr ist dies sogar unmöglich.

Wechsel in einen günstigeren Tarif immer möglich

Abhilfe schafft hier ein versteckter Weg, den viele nicht kennen und nur wenige nutzen Ihn. Gesetzlich steht es jedem Kunden zu, in einen günstigeren Tarif zu wechseln, ohne eine erneute Gesundheitsprüfung und ohne dadurch einen Teil bzw. ihre komplette Altersrückstellung zu verlieren. Im besten Fall können so mehrere hundert Euro pro Monat eingespart werden. Der Grund warum so wenige Kunden diesen Weg einschlagen liegt auf der Hand. „Die Versicherer verschweigen ihren Kunden diese Rechte. Die haben kein Interesse daran, geringere Beiträge einzunehmen.“ so Versicherungsberater Georg Pitzl. Um die Versicherten im teureren Tarif zu belassen, werden diese gar nicht oder sogar falsch beraten.

Vor dem Wechsel einen Überblick verschaffen

Wer einen Wechsel in einen günstigeren Tarif beabsichtigt, sollte aber immer alle Faktoren durchgehen. Wichtig ist es nicht nur die Beitragshöhe, sondern auch die im Tarif verankerten Leistungen zu berücksichtigen. Wer eine günstige Beratungsmöglichkeit sucht, der kann zB. bei der Stiftung Warentest sowie bei den Verbraucherzentralen für wenig Geld wichtige Infos einholen, mit denen sich viel Geld sparen lässt.

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