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PKV

PKV: HanseMerkur mit neuen Annahmerichtlinien für Selbstständige

29. Juli 2011

Die HanseMerkur hat nun ihre Annahmerichtlinien für Selbstständige und Freiberufler für die Aufnahme in die private Krankenversicherung geändert. Die Änderung, welche ab dem 01. August 2011 gelten soll, soll dabei helfen, vor Nichtzahlern und Beitragsprellern zu schützen. Aufgrund verschärfter gesetzlicher Regelungen können PKV-Unternehmen, nichtzahlenden Versicherten nicht mehr die Krankenversicherung kündigen. Kann ein Antragssteller die neuen verschärften Annahmerichtlinien nicht erfüllen, kann er sich nicht bei der HanseMerkur krankenversichern.

 

Beitragspreller stellen PKV vor große Probleme

Die Krankenversicherungspflicht bereitet den PKV-Unternehmen immer mehr Probleme. Häufig können gerade Freiberufler und Selbstständige die teilweise hohen Beiträge zur PKV nicht mehr bezahlen. Die Krankenversicherungen können diesen Problem-Versicherten aber aufgrund der Versicherungspflicht nicht kündigen. Der Versicherer muss weiterhin die Kosten für eine Notfallversorgung sowie Akutbehandlungen übernehmen. Die fehlenden Beiträge werden außerdem angemahnt, sodass durch die Mahnungen weitere Kosten entstehen.  Diese hohen ungedeckten Kosten können für die Versicherer große Auswirkungen auf die Beitragsstabilität haben.

 

Einsteigertarife häufig problemmatisch

Sehr problematisch sind vor allem die Einsteiger- und Billigtarife. Diese locken junge Menschen zu sehr günstigen Konditionen. Die Versicherungsunternehmen setzen dabei auf einen späteren Wechsel in höherwertige Tarife. Allerdings können viele Selbstständige aufgrund des ausbleibenden Erfolgs ihrer Geschäfte schon früh die Beiträge zur PKV nicht mehr bezahlen. Um dieses Defizit auszugleichen, werden die Tarife teurer und weitere Versicherte können die Beiträge nicht zahlen.

 

 

Neue HanseMerkur Annahmerichtlinien

Aus diesem Grund hat sich die HanseMerkur Krankenversicherung dazu entschlossen, die Annahmerichtlinien zum 01. August für Selbstständige und Freiberufler ein wenig anzupassen.

Krankenversichern können sich dann nur noch Antragssteller, deren

  • Hauptwohnsitz in Deutschland seit mehr als 24 Monaten besteht
  • und eine deutsche Vorversicherung über die GKV oder PKV mindestens 24 Monate bestand

Dieser Nachweis muss über die Einwohnermeldeamtsbescheinigung erbracht werden, Ausländer müssen zusätzlich noch eine Kopie ihrer Ausweispapiere vorweisen. Für dieses Ausweispapier muss dann eine gültiger Versicherungsnachweis für die letzten 24 Monate vorgelegt werden.

 

 

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