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PKV

PKV: HanseMerkur hält an Billigtarifen fest

1. August 2011

Trotz der großen Kritik und den vielen Problemen mit den sogenannten Billigtarifen, will die HanseMerkur an ihrem Angebot festhalten. Sie bietet mit der „Start Fit“-Tarifreihe eine ganze Reihe Tarife für PKV-Einsteiger an, mit welcher laut eigenen Angaben seit dem Start 2003 bereits über 100.000 Neukunden geworben wurden. Viele private Krankenversicherer wie die DKV und die Central verabschieden sich derzeit für ihren Einsteiger- bzw. Billigtarifen. Sie wollen sich lieber wieder auf das ursprünglich Kerngeschäft der PKV mit Premium- und Komforttarifen für Besserverdienende konzentrieren.

 

HanseMerkur sieht weiter Notwendigkeit von günstigen Einsteigertarifen

Die HanseMerkur will allerdings weiter an ihren preisgünstigen Einsteigertarifen festhalten. Neukunden hätten so die Möglichkeit, sich besonders kostengünstig und zu guten Leistungskonditionen zu versichern. Die Leistungen dieser Tarife sind an den Katalog der gesetzlichen Krankenkassen angeknüpft und ähneln diesen in vielerlei Hinsicht. Beispielsweise müssen Versicherte zuerst einen Primärarzt aufsuchen, um sich bestimmte Kosten von der Krankenversicherung erstatten zu lassen. Luxusleistungen wie ein Einbettzimmer im Krankenhaus gibt es nicht, es werden lediglich die Kosten für ein Mehrbettzimmer mit Regelversorgung übernommen. Zahnbehandlungskosten werden mit 50 Prozent erstattet. Ausbauen lassen sich die Tarife jedoch mit einigen Zusatzmodulen.

 

Selbstständige benötigen häufig günstigen Versicherungsschutz

Laut HanseMerkur kommen die günstigen Einsteigertarife gerade bei Existenzgründern und Selbstständigen sehr gut an, da diese oft auf den Preis achten müssten, aber dennoch gute Leistungen verlangen. Aber auch viele Gutverdiener sind laut eigenen Angaben an einem günstigen Versicherungsschutz interessiert. Sie würden im Krankheitsfall die nicht erstatteten Leistungen einfach aus eigener Tasche zahlen. Dafür würden sie am monatlichen Beitrag sparen.

 

 

Beitragsanpassungen in Billigtarifen extrem hoch

Laut Experten schaden die Billigtarife der privaten Krankenversicherung mehr als dass sie helfen. Häufig können Kunden die eingeschränkten Leistungen gar nicht auf den ersten Blick wahrnehmen und erleben erst spät ein böses Erwachen. Außerdem fallen die Beitragsanpassungen in diesen Billigtarifen überdurchschnittlich hoch aus, so dass es häufig vorkommt, dass die Beiträge für viele Versicherte zu teuer werden. Diese Nichtzahler müssen dann von zahlenden Versicherten subventioniert werden.

 

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