zum Inhalt

PKV

PKV: Hallesche KV mit 45 Millionen Euro Beitragsrückerstattungen

14. September 2011

Nun hat auch die Hallesche Krankenversicherung bekannt gegeben, welche Summe sie in Form von Beitragsrückerstattungen an ihre Versicherten ausschüttet. Insgesamt schüttet sie 45 Millionen Euro an rund 91.000 Versicherte aus. Eine Aussage, welche Anteile dabei auf vertraglich garantierte und welche auf freiwillige Beitragsrückerstattungen entfallen, fehlt.

 

Hallesche Krankenversicherung schüttet 3 Monatsbeiträge aus

Nutzt ein Versicherter die Leistungen seiner Krankenversicherung eines Jahres nicht, so hat er ein Anrecht auf eine Beitragsrückerstattung. Dies gilt allerdings nur, wenn diese bei Vertragsabschluss vertraglich garantiert wurden. Auf freiwillige bzw. erfolgsbedingte Beitragsrückerstattungen haben die Versicherten keinen Anspruch, diese werden nur ausgeschüttet, wenn ein Überschuss erwirtschaftet wurde. Die Höhe der Beitragsrückerstattungen unterscheidet sich je nach Krankenversicherer, im Schnitt sind es meistens 4 Monatsbeiträge, die die Versicherten zurückerhalten. Bei der Halleschen PKV sind es max. 3 Monatsbeiträge.

 

Beitragsrückerstattung von 500 Euro pro Versicherten

Im Schnitt macht das bei einer gesamten Beitragsrückerstattung von 45 Millionen Euro verteilt auf 91.000 Versicherte rund 500 Euro pro Versichertem. Die Krankenkassen versuchen, mit den Beitragsrückerstattungen, die Versicherten zu einer gesünderen Lebensweise zu bewegen. Weil die Menschen aus Hoffnung auf eine Beitragsrückerstattung seltener zum Arzt gehen bzw. gesünder leben, spart die Krankenkasse eine Menge Verwaltungskosten. Allerdings müssen die Versicherten nicht gänzlich auf den Besuch beim Arzt verzichten. Die Hallesche PKV führte im Januar 2011 die sogenannten „Vorsorge-Gutscheine“ ein. Damit können eine Reihe von Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden, ohne dass dabei die Chance auf eine Beitragsrückerstattung verloren geht.

 

 

Private Krankenkassen mit Beitragsrückerstattung

Die Hallesche PKV ist damit die 3. Krankenversicherung die offiziell eine Beitragsrückerstattung ankündigte. Mit 355 Millionen liegt die Debeka bei den Beitragsrückerstattungen vorn, allerdings war dies von Deutschlands größten privaten Krankenversicherer auch nicht anders zu erwarten. Auch die Continentale Krankenversicherung liegt mit 55,3 Millionen Euro an Beitragsrückerstattungen leicht über der Halleschen. Hier entfiel der Hauptanteil (50 Millionen Euro) der Beitragsrückerstattungen auf freiwillige Beitragsrückerstattungen, lediglich 5,3 Millionen Euro gingen an Versicherte mit vertraglich vereinbarten BRE. Dies zeigt einmal mehr, dass es gar nicht so leicht ist, den Gang zum Arzt über ein komplettes Jahr hinweg zu vermeiden. Zwar können Rechnungen auch aus eigener Tasche gezahlt werden, dies lohnt sich allerdings nur bis zu dem Punkt, an dem der maximale Ausschüttungsbetrag der Beitragsrückerstattung überschritten wird.

 

 

Weitere Artikel aus dieser Kategorie