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PKV

PKV: Große Beitragserhöhungen erwartet

29. Juni 2011

 

 

 

Trotz der zahlreichen Beitragsgarantien sowie der stabilen Tarife werden die Versicherten privater Krankenkassen in der nächsten Zeit mit Beitragserhöhungen rechnen müssen. Grund hierfür sind die Überarbeitete Fassung der Gebührenordnung für Ärzte (GOU) sowie die Einführung der Unisex-Tarife 2012.

 

Beitragsgarantien bis 2012

Viele der großen deutschen privaten Krankenversicherer gaben ihren Mitgliedern für 2011 und 2012 Beitragsgarantien für einige Tarife. So beispielsweise die DKV, die Hallesche, die AXA und die Barmenia. Die Beitragsgarantien gelten allerdings nicht für das komplette Tarif-Portfolio, sondern nur für einzelne ausgewählte Tarife.

 

Durchschnittliche Beitragserhöhung von 4,39 Prozent

Allerdings müssen Versicherte privater Krankenkassen trotzdem mit Beitragserhöhungen rechnen. Die Rating Agentur Morgen und Morgen konnte eine Beitragserhöhung von ca. 4,39 Prozent pro Jahr bei rund 3.500 Tarifen feststellen. Allerdings ist das nicht überall so, teilweise gehen die Zahlen doch sehr weit auseinander. Wo die beitragsstabilen Tarife mit nur 3-4 Prozent auskommen, müssen beitragsschwache Tarife ihre Beiträge um bis zu 8 Prozent erhöhen.

 

Garantie der Versicherungsleistung

Grund für die steigenden Beiträge ist unter anderen die Versicherungsleistungsgarantie. Diese besagt, dass Versicherungsleistungen nicht zu Lasten der Versicherten verringert werden dürfen. Durch den medizinischen Fortschritt und die Entwicklung neuer Therapie- und Behandlungsmaßnahmen steigen die Kosten jährlich um etwa 5 Prozent in diesem Sektor an.

 

 

GOÄ und Unisex-Tarife

Auch die baldige Veröffentlichung der neuen Gebührenordnung für Ärzte macht der PKV zu schaffen. Hier werden Mehrausgaben von bis zu 20 Prozent erwartet. Aber auch die für 2012 geplante Einführung der Unisex-Tarife wird für einen erneuten Anstieg der Beiträge sorgen. Dies gilt allerdings nur Neukunden. Bestandskunden sind von den Unisex-Tarifen nicht betroffen sind, es sei denn, sie entscheiden für einen Wechsel in einen Unisex-Tarif.

 

 

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