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PKV

PKV: Gothaer KV mit Beitragserhöhung 2012

6. September 2011

Die kontinuierlich steigenden Kosten im Gesundheitswesen und der demografische Wandel zwingen die privaten Krankenversicherer von Zeit zu Zeit, die Beiträge ihrer Tarife anzupassen. So auch bei der Gothaer Krankenversicherung. Zum 01.01.2012 werden die Beiträge für einige Tarife im Schnitt um rund 18 Prozent angehoben.

 

Gothaer Krankenversicherung Beitragserhöhung 2011

Eine Beitragserhöhung ist in der privaten Krankenversicherung keine Seltenheit. Die steigenden Ausgaben für Gesundheitskosten, der demografische Wandel und die medizinische Entwicklung machen es den Versicherern  nicht leicht, das Beitragsniveau stabil zu halten. Da es den Versicherern in der PKV gesetzlich untersagt ist, die vertraglich vereinbarten Leistungen, wie in der GKV, zu reduzieren, müssen die Prämien von Zeit zu Zeit angehoben werden.

 

Beitragserhöhung deutlich unter dem Schnitt von 2010

Die Beitragserhöhungen in der Gothaer Krankenversicherung richten sich zumeist an Großschadentarife. Diese Tarife enthalten eine Eigenbeteiligung von 1280 Euro bzw. 2784 Euro im Jahr. Die durchschnittliche Beitragserhöhung bei den Männertarifen liegt hier bei rund 16 Prozent und bei den Tarifen für Frauen bei 18 Prozent. Schon 2010 musste die Gothaer Krankenversicherung ihre Prämien für einige Beiträge anpassen, allerdings lagen die Beitragserhöhungen 2010 mit einem Plus von 40 Prozent bei den Männern und  25 Prozent bei den Frauen deutlich höher.

 

Von der Beitragserhöhungen betroffene Tarife:

Frauen:
MAX 1 – 18 Prozent
MediComfort – 33,8 Prozent
MediVita Z70 – 19,2 Prozent
MediVita Z90 – 17,0 Prozent

Männer:
MAX 1 – 14 Prozent
MAX 2 – 15 Prozent
MediVita 250 – 12,4 Prozent
MediVita 500 – 10,3 Prozent
MediVita Z70 – 18,7 Prozent
MediVita Z90 – 19,5 Prozent

 

 

Möglichkeiten zur Umgehung der Beitragserhöhung

Versicherte, die von einer Beitragserhöhung betroffen sind, haben die Möglichkeit, diese durch zweierlei Möglichkeiten zu umgehen. Sie können entweder in einem anderen Tarif oder in eine andere Krankenversicherung wechseln. Aufgrund des Sonderkündigungsrechts müssen keine Fristen eingehalten werden, ein PKV-Wechsel kann sofort erfolgen. Ein Wechsel in eine Krankenversicherung hat aber auch Nachteile für den Versicherten: Die angesparten Altersrückstellungen gehen verloren und bei einem Wechsel innerhalb der PKV ist eine erneue Gesundheitsprüfung von Nöten. Betroffene Versicherte haben allerdings noch genug Zeit, sich über mögliche Alternativen Gedanken zu machen, die Beitragserhöhungsschreiben sollen erst im November an die Versicherten verschickt werden.

 

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