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Politik

PKV & GKV: Kostensteigerung im Bereich der Pflegeversicherung

12. Mai 2011

 

Letzten Montag wurde bekannt, dass Experten der GKV und der PKV erhebliche Kostensteigerungen im Bereich der Pflegeversicherung befürchten. Allerdings handele es sich bei der aufgestellten Rechnung um keine repräsentative Rechnung, es wurden einfach nur neue Änderungen addiert und mögliche Kosten addiert, so Heinz Lanfermann, pflegepolitischer Sprecher der FDP. Die Konzeptionsarbeit sollte aber eigentlich nicht von den Krankenkassen erledigt werden, dies ist normalerweise die Aufgabe des derzeitigen Gesundheitsministers Philipp Rösler.

 

Reform noch vor der Sommerpause

Die Eckpunkte seiner Reform werden aktuell und in den nächsten Wochen ausgearbeitet und sollen dann noch vor der Sommerpause vorgelegt werden. Die Finanzierung der Pflege soll mittels Kapitaldeckung bis 2014 gesichert werden. Die Krankenkassen berechneten,  das ein Mehrbetrag in der Pflege von insgesamt 10 Millionen Euro den Beitrag zur Pflege innerhalb der SV-Beiträge um ca. 3 Prozent anstatt wie momentan auf 1,95 Prozent ansteigen lassen könnte. Rösler sagte, er habe bestimmte Wünsche, welche er in die neue Reform einbauen möchte, allerdings sei ihm klar, dass es nicht möglich ist, jeden Wunsch zu integrieren. Trotzdem sollten alle wichtigen Punkte enthalten sein.

Wichtige Punkte für die neue Reform:

  • Mehr Pflegefachkräfte
  • bessere Betreuung von Demenzerkrankten
  • weniger Bürokratie / weniger Papierkram
  • Verbesserung der häuslichen Pflegesituation

Aus diesen 4 Punkten errechneten die Krankenkassen die möglichen Kosten für das neue System. Alleine bei den Kuren für Pflegebedürftigen kamen sie auf über eine Milliarde Euro Mehrkosten. Rentenansprüche von pflegenden Angehörigen würden noch einmal um die 500 Millionen Euro verschlingen.  Die verbesserte Betreuung Demenzkranker würde gut und gerne 3 Milliarden Euro kosten.

 

 

Pflegesystem veraltet

Laut Expertenmeinung ist das aktuelle System nicht ausreichend bzw. ein wenig veraltet. Pflegestufen geben den wirklichen Pflegebedarf nicht wirklich wieder und oftmals gibt es in vielen Bereichen der Pflege viel zu viel umständlichen Papierkram. Für einen Umbau des Pflegesystems rechnen die Kassen jetzt schon mit Milliardenausgaben. Das Ziel der Bundesregierung, Die Sozialausgaben nicht zu extrem ausfallen zu lassen, wird in diesem Fall wohl eher nicht funktioniert.

 

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