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GKV

PKV & GKV: Beitragssteigerungen über der allgemeinen Inflationsrate

4. Juli 2011

 

 

 

Vergleicht man die gesetzliche mit der privaten Krankenkasse, so lagen zu mindestens die Beitragssteigerungen laut den Aktuaren bei beiden Systemen in etwa auf gleichem Niveau. Sie sehen die PKV allerdings zu einer Beitragserhöhung durch gesetzliche Auflagen gezwungen.

 

Beitragssteigerungen beider Systeme auf dem gleichen Niveau

Vergleicht man beide Krankenkassensysteme, so sind die Beiträge auf beiden Seiten in etwa um das gleiche Niveau gestiegen. Dies bestätigte die Deutsche Aktuar Vereinigung (DAV) am letzten Freitag in einem Gutachten zur Beitragsentwicklung. Mit ihrem Gutachten stellte sich die DAV gegen eine Studie des Instituts für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES), in welchem der PKV eine deutlich höhere Beitragssteigerung zugesagt wurde. Laut Untersuchungen des IGES stiegen die Beiträge der PKV von 1997 bis 2008 um 3,9 Prozent im Schnitt, bei der GKV waren es nur 2,4 Prozent. Die DAV dementierte diese Zahlen mit ihren Bericht, laut ihren Berechnung seien die Beiträge für private Vollversicherungen lediglich um 3,3 Prozent, die Beiträge für gesetzlich Versicherte um 3,1 Prozent gestiegen.

 

DAV kritisiert Studie des IGES

Die DAV kritisierte weiterhin auch die Vorgehensweise des IGES bei ihrer Berechnung der Zahlen. Man habe beispielsweise die Einführung der Leistungskürzung aufgrund des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes sowie die Einführung der Praxisgebühr nicht berücksichtigt.  Auch sei außer Acht geblieben, das Unternehmen seit 2000 einen zehnprozentigen Beitragszuschlag zur Dämpfung der Prämienentwicklung im Alter zahlen müssen.

 

 

Probleme der Krankenkassensysteme

Mit ihren Berechnungen zeigte die DAV auch die Probleme beider Systeme auf. Beide Krankenkassen liegen mit ihren Beitragssteigerungen über der allgemeinen Inflationsrate. Als Grund gab DAV-Vorstandsmitglied Heinz-Werner Richter die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen an. Die Inflation der der Medizin mache auch den Krankenkassensystemen immer mehr zu schaffen. Da bei Systeme nicht mit Leistungskürzungen reagieren können, müssen die Beiträge über kurz oder lang erhöht werden, so Richter.

 

 

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