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PKV

PKV: Gesundheitsexperten kritisieren private Krankenversicherung

20. Juni 2012

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Jens Spahn, ist allgemein für seine Antisympathie gegenüber der privaten Krankenversicherung bekannt. In der Talkshow „2+Leif“ des Fernsehsenders SWR äußerte sich der Politiker sehr negativ über die private Krankenversicherung und drohte dieser sogar mit staatlichem Eingriff, sollte die PKV ihre Kostenentwicklung nicht in den Griff bekommen.

 

CDU-Gesundheitsexperte kritisiert private Krankenversicherung

Spahn kritisierte die private Krankenversicherung sehr stark. Vor allem die hohen Beitragssteigerungen sowie die starke Kostenentwicklung nannte Spahn als größte Kritikpunkte. „Es müsse etwas im Sinne der Versicherten getan werden, und nicht im Sinne der Versicherungsunternehmen“, so Spahn. Aktuell leide die PKV unter einer Vielzahl von Problemen, die sich nicht abstreiten lassen könnten. Auch für die Versicherten seien die Beitragssteigerungen ein großes Problem, da sie die hohen Beiträge oftmals nicht mehr zahlen können.

 

Falsches Bild von der privaten Krankenversicherung

Zudem kritisierte Spahn das aktuelle Image der privaten Krankenversicherung. Seiner Meinung nach würden viele Menschen denken, dass sie in der privaten Krankenversicherung immer einen schnelleren Termin beim Arzt, kürzere Wartezeiten sowie eine rundum gute Gesundheitsversorgung erhalten würden. Allerdings sei es oftmals so, dass das Leistungsniveau der privaten Krankenversicherer in vielen Bereichen nicht selten auf dem der gesetzlichen Krankenversicherung liege, in einigen Fällen sogar darunter, wie eine aktuelle Studie beweist.

 

 

Lauterbach sagt PKV hohe Beitragssteigerungen voraus

Auch der gesetzpolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach äußerte sich innerhalb der Diskussion zur privaten Krankenversicherung und prognostizierte dem System überhohe Beitragssteigerungen. Sollten die Beiträge weiterhin derartig rasant ansteigen, müssten die Versicherten, die jetzt 40 sind, in 20 Jahren mit Beiträgen in Höhe von 1.200 bis 1.500 Euro rechnen. Nur die wenigsten würden ihre Beiträge zur PKV dann noch bezahlen können, so Lauterbachs Prognose. Es sei daher an der Zeit, eine Lösung für die steigenden Kosten zu finden, damit sich auch in der Zukunft noch alle Privatversicherten die Beitragskosten leisten können.

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