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PKV

PKV: Fortbestand des dualen Systems immer unwahrscheinlicher

15. September 2011

Immer wieder forderte die Regierung mehr Transparenz in der privaten Krankenversicherung. Auch Continentale-Chef Rolf Bauer bekundete nun sein Interesse an Transparenz im System der privaten Krankenversicherung. Dies sei für eine nachhaltige Sicherung des Systems unbedingt notwendig.

 

Verschmelzung der KK-Systeme wird immer wahrscheinlicher

Die Diskussionen über die Zukunft des dualen Krankenversicherungssystems mit einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung nehmen immer weiter zu. Aber nur die wenigstens glauben an einen Fortbestand des Dualen Systems. Die Möglichkeit, das bestehende System durch die sogenannte Bürgerversicherung zu ersetzen, scheint vielen Experten eine gute Lösung zu sein. Bei einer „Fusion“ der beiden Krankenkassensysteme müsste die private Krankenversicherung ihre Alleinstellungsmerkmale einbüßen. Ein derartiges Szenario scheint aber bereits in greifbare Nähe gerückt zu sein. So gab die Central Krankenversicherung bereits einen radikalen Konzern-Umbau bekannt. Das Geschäft mit den privaten Krankenversicherungen soll langsam aber sicher abgebaut werden, zukünftig soll der Hauptfokus stärker auf privaten Krankenzusatzversicherungen liegen.

 

Erhalt des dualen Systems

Eine Verschmelzung beider Versicherungssysteme hätte auch für die Versicherte einen großen Nachteil, sie würden erheblich in ihrer Wahlfreiheit eingeschränkt werden. Die Wahl der richtigen Krankenversicherung würde schlicht und einfach wegfallen, lediglich bei privaten Krankenzusatzversicherungen hätten die Versicherten noch eine freie Wahl. Gesundheitsminister Daniel Bahr setzte sich in der Vergangenheit immer wieder für den Erhalt des dualen Systems sowie des Wettbewerbs zwischen den Versicherungssystemen ein.

 

 

Mehr Transparenz in der PKV

Um das System der PKV zu stärken, müsse man für mehr Transparenz und Sicherheit sorgen, so Bauer. Seiner Meinung nach liegt der aktuelle Unmut in der PKV auch daran, dass die private Krankenversicherung zu wenig von der Regierung bedacht wird. So bekomme die private Krankenversicherung beispielsweise in Gesundheitsreformen zu wenig Aufmerksamkeit. Bauer kritisierte auch die aktuelle Neukunden bzw. Bestandskundensituation in der PKV. So würden mittlerweile mehr Kunden von anderen privaten Krankenversicherungen abgeworben, als aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln würden.

 

Auch der GKV fehlt es an Transparenz

Aber auch den gesetzlichen Krankenversicherungen fehlt es an Transparenz. Künftig sollen die gesetzlichen Kassen einmal im Jahr einen Einblick in ihre Finanzen und ihre Marktentwicklung geben. Dies soll helfen, das Vertrauen der Versicherten zu stärken. Möglich wäre auch ein Rating der gesetzlichen Krankenversicherungen durch eine Rating-Agentur wie beispielsweise die Assekurata. Versicherte könnten sich bei der Wahl der Krankenkasse an dem Testurteil der Agentur orientieren.

 

 

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