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PKV

PKV: falsche Gesundheitsangaben führen zur Kündigung

15. April 2011

Bevor ein Versicherter von einer privaten Krankenversicherung profitieren kann, muss er umfangreiche Gesundheitsprüfungen über sich ergehen lassen und Gesundheitsfragen beantworten. Sie überprüfen den Gesundheitszustand und wollen Aufschluss geben über mögliche Risikofaktoren und Vorerkrankungen. Liegen schwerwiegende Erkrankungen vor, kann die Versicherung einen Risikozuschlag verlangen, der den monatlichen KV Beitrag massiv in die Höhe treiben kann. Schlimmstenfalls muss der Versicherte sogar mit einer Ablehnung seines Antrags rechnen.

 

Falsche Angaben führen zu Leistungsverweigerung

Verständlicherweise liegt der Ansatz des Versicherten nahe, im Fall von vorliegenden Risikofaktoren und Vorerkrankungen diese zu verschweigen und im Antrag auf Krankenversicherung nicht anzugeben. Damit könnte man den jeweiligen Versicherungsbeitrag etwas günstiger gestalten, so die trügerische Hoffnung. Doch dieses Vorgehen ist kaum ratsam. Im schlimmsten Fall kann der Versicherer nämlich die Leistung verweigern.

 

Falsche Gesundheitsangaben als Versicherungsbetrug

Die Pflicht, eine verschwiegene Krankheit nachzuweisen, liegt beim Versicherer. Dieser Nachweis kann aber schnell geführt werden, wenn eine Anfrage bei dem behandelnden Arzt durchgeführt wird. Gibt dieser in irgendeiner Form Aufschluss darüber, dass schon beim Vertragsabschluss bekannt war, dass eine Erkrankung besteht, kann die Leistung des Versicherers verweigert werden. Schlimmer noch – hier handelt es sich um einen Fall von Versicherungsbetrug. Er berechtigt den Versicherer, den gesamten Vertrag zu kündigen. Ein Versicherter wird dann große Probleme haben, einen neuen Versicherungsschutz zu einem vernünftigen Preis zu finden.

 

Besser PKV vergleichen statt durch Falschaussagen sparen

Schon deshalb ist Offenheit beim Vertragsabschluss dringend zu empfehlen. Doch eine Vorerkrankung muss nicht zwingend zu hohen Beiträgen führen. Letztlich bewertet jede Versicherung die Risikofaktoren und ihre Prämienzuschläge anders, so dass sich gerade bei Vorerkrankungen ein sorgfältiger Versicherungsvergleich lohnen kann. Während einige Gesellschaften einen Antrag dann durchaus ablehnen können, erheben andere Gesellschaften nur einen Risikozuschlag. In jedem Fall ist das Verschweigen einer Vorerkrankung der ungünstigste Weg, zu niedrigen Beiträgen zu kommen, so dass von dieser Alternative dringend abgeraten werden muss.

 

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