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PKV

PKV: Erster GOÄ-Entwurf für Sommer 2012 geplant

11. Januar 2012

Im Sommer 2012 soll ein erster Entwurf zu neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) stehen. Dies zumindest verspricht der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery und drückt bei der Fertigstellung ordentlich aufs Gas.

 

Entwurf soll bereits im Sommer 2012 stehen

Spätestens im Sommer 2012 soll zumindest der Entwurf zur neuen überarbeiteten Version der GOÄ stehen. Aktuell arbeitet ein Team des PKV-Verbandes sowie der Bundesärztekammer an dem Entwurf, so Montgomery. Zu möglichen Neuerungen oder Änderungen der GOÄ gab Montgomery jedoch keinen Kommentar ab. Man sei aktuell auf einem guten und vernünftigen Kurs und komme gut voran. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Professor Karl Lauterbach, kündigte zudem an, sich vorstellen zu können, die GOÄ auch als Grundlage zur Gebührenberechnung in der Bürgerversicherung einsetzen zu können.

 

GOÄ als Berechnungsgrundlage in der Bürgerversicherung?

Ob es jedoch zu einer Bürgerversicherung kommt, wird sich spätestens im Wahljahr 2013 zeigen. Bereits jetzt rechnen viele Experten und Politiker mit der Einführung der Bürgerversicherung. In der privaten Krankenversicherung ist das Modell jedoch gar nicht gerne gesehen. Viele Branchenexperten zweifeln zudem die Tragfähigkeit eines gemeinsamen Systems an. Die GOÄ könne jedoch nur dann als Berechnungsgrundlage dienen, wenn diese den Ansprüchen der Bürgerversicherung auf einer guten leistungsfähigen Ebene genügen würde. Die in Aussicht gestellte Verwendung der GOÄ in der Bürgerversicherung habe uns noch einmal richtig Motivation verliehen, ein gutes und faires GOÄ-Modell zu entwerfen, so Ärztekammer-Präsident Montgomery.

 

 

Gesundheitsminister begrüßt Fortschritt um neue GOÄ

Sollte es der Bundesärztekammer zusammen mit dem PKV-Verband gelingen einen guten Entwurf zur GOÄ bereits in der ersten Jahreshälfte 2012 auf die Beine zu stellen, so dürfte die Politik dies nicht übersehen können. So sei es möglich, die neue GOÄ an den Bundestag heranzutragen. Jedoch müssten ganz nüchtern gesehen die Chancen des Modell sachlich betrachtet werden. Auch Gesundheitsminister Daniel Bahr äußerte sich erfreut zum Voranschreiten des Entwicklungsprozesses.

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