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PKV

PKV: Einsparungen bei ambulanten Behandlungen 2011

22. Juni 2012

Im vergangenen Jahr konnte die private Krankenversicherung deutlich im Bereich der ambulanten Behandlungskosten sparen. Im Vergleich mit 2010 sanken die Ausgaben deutlich. Die Kosten für ambulante Behandlungen reduzierten sich im vergangenen Jahr um rund 0,9 Prozent pro Kopf, dafür jedoch stiegen die Kosten im der Bereich zahnärztlichen Behandlungen.

 

PKV-Rechenschaftsbericht 2011

Insgesamt gaben die Versicherer jedoch deutlich mehr Geld pro Kopf aus, als noch 2010. Die Pro-Kopf-Ausgaben beliefen sich im Schnitt auf rund 2,9 Prozent mehr. Lediglich die Ausgaben für ambulante Behandlungen gingen zurück. Dies geht aus dem aktuellen Rechenschaftsbericht der PKV für 2011 hervor. Die stärksten Kostensteigerungen machten sich im Bereich der Zahnbehandlungen bemerkbar, wo die Kosten pro Kopf um rund 7,3 Prozent zulegten. Auch im Bereich der stationären Behandlungen hatte die PKV ein dickes Plus von 6,5 Prozent zu verzeichnen.

 

130 Millionen Euro Einsparungen durch Arzneimittelrabatte

Aber auch in anderen Bereichen verzeichnete die PKV Kostenanstiege, so auch im Bereich der Heilpraktikerbehandlungen (+ 5,1 Prozent). Auch im Bereich der Ausgaben für Heilmittel ging die Kostenkurve nach oben, hier stiegen die Kosten um 0,6 Prozent. Positiv bemerkbar machten sich jedoch die Verträge der Arzneimittelrabatte, welche die Kosten für Arzneimittelausgaben um 2,2 Prozent senkten. Die Arzneimittelrabatte galten bis dato nur den gesetzlichen Krankenversicherungen und sind erst seit Beginn 2011 auch für die privaten Krankenkassen zugänglichen. Insgesamt konnte die PKV 2011 so Ausgaben von rund 130 Millionen Euro sparen, wie die „zentrale Stelle zur Abrechnung von Arzneimittelrabatten“ verkündete.

 

 

PKV verzeichnet deutlichen Zuwachs 2011

Neben Kostensteigerungen konnte die PKV aber auch Steigerungen im positiven Sinne verzeichnen. So stiegen 2011 im gleichen Zeitraum die Beitragseinnahmen um 4,3 Prozent auf insgesamt 34,7 Milliarden Euro. Auch die Mitgliederzahlen erhöhten sich um 0,9 Prozent auf 9 Millionen Versicherte im Bereich der Vollversicherungen. Auch die immer beliebter werdenden Zusatzversicherungen verzeichneten ein deutliches Plus und legten einen Zuwachs von 2,5 Prozent auf 22,5 Millionen Zusatzpolicen vor. Aber auch die Verwaltungskosten stiegen 2011. Sie erhöhten sich um 5,5 Prozent auf 850 Millionen Euro.

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