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PKV

PKV: DKV fordert staatlichen Eingriff in den Wettbewerb

13. Mai 2011

 

Chef der deutschen privaten Krankenkasse DKV, Dr. Clemens Muth fordert verstärkt ein Eingreifen des Staates in die aktuelle Wettbewerbssituation. Laut Muth ruinieren viele Versicherungsunternehmen mit ihren Methoden den Markt. In einem Interview sagte er, „Ich unterstütze ausdrücklich Maßnehmen seitens der Aufsicht oder des Gesetzgebers, um den teilweise ruinösen Wettbewerb zu begrenzen.“

 

„Der Markt könne sein Problem nicht alleine lösen.“

Es werden dringend eine Menge Regelung benötigt. Beispielsweise für die Abschlussprovisionen sowie klare Regelungen für Billigtarife und Umdeckungen für Vollversicherungen.  Der Markt kann seine Probleme leider nicht alleine lösen, so Muth. Viel zu hohe Provisionszahlungen und die Praxis einiger Versicherung einiger Krankenkassen, Kunden häufiger zur Kündigung zu bringen ruinieren den Markt. Viele Unternehmen lehnen die angesprochenen Praktiken ab. Eine branchenweite Lösung allerdings nicht ganz einfach zu finden, da sie mit dem Kartellrecht kollidieren würde.

 

Vorgaben bei der Neukundengewinnung

Vorgaben gerade auf dem Gebiet der Neukundengewinnung seien aber sehr wichtig, um den Markt zu stabilisieren, der aktuell von Billigangeboten überschwemmt wird. Angeboten werden häufig PKV-Policen mit extrem niedrigen Beiträgen, um schnell neue Kunden zu gewinnen. Oftmals beinhalten diese Policen aber viele Leistungsausschlüsse. Außerdem bergen diese Policen die Gefahr einer späteren Kostenexplosion, was gerade finanziell ungesicherte Kunden vor ein großes Problem stellen kann.

 

Mindestleistungen bei Vollversicherungen

Muth schlug vor, eine Art Mindestleistungen für Vollversicherungen aufzustellen. Außerdem solle der Preis für eine Vollversicherung im mittleren dreistelligen Bereich liegen. Auch wenn sich der Preis einer Versicherung normalerweise nach Alter, Gesundheitszustand und Geschlecht richtet, so gehöre doch nicht jeder zum Klientel der privaten Krankenkassen. Für manche Kunden ist einfach besser, wenn sie in der gesetzlichen Krankenkasse versichert bleiben. Zwar habe die PKV nicht den besten Ruf, aber es ist wichtig, auf Defizite hinzuweisen, bevor diese zu großen Probleme für die gesamte Branche werden so Muth.

 

 

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