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PKV

PKV: DKV erweitert Bonitätsprüfung für Selbstständige und Freiberufler

11. August 2011

Immer mehr private Krankenversicherung haben unter einer steigenden Zahl von Beitragsprellern zu leiden. Rund 90.000 Versicherte zahlen aktuell ihre Beiträge zur privaten Krankenkasse nicht. Aus diesem Grund verschärfen viele Krankenkassen ihre Aufnahmebedingungen. Nachdem erst kürzlich die HanseMerkur ihr allgemeinen Versicherungsbedingungen überarbeitet hatte, folge nun auch die Deutsche Krankenversicherung (DKV) mit neuem Regelwerk.

 

HanseMerkur mit neuen Versicherungsbedingungen

Als erste Krankenkasse hatte die HanseMerkur im August neue allgemeine Versicherungsbedingungen (AVB) eingeführt. Um Beitragsprellern vorzubeugen, müssen nun alle Antragssteller eine Vorversicherung über einen Zeitraum von 24 Monaten vorweisen. Die neuen Bedingungen gelten allerdings nur für Selbstständige und Freiberufler.

 

DKV passt Bonitätsprüfung an

Nun ist der Marktführer, die Deutsche Krankenversicherung (DKV) auch nachgezogen und hat seine Bonitätsprüfung für die private Krankenversicherung angepasst. Diese gilt seit dem 01. Juli für Selbstständige und Freiberufler. Grund dafür, dass die Bedingungen nur für diese Personengruppen gelten ist, dass die Ausfallquote bei Beamten oder Arbeitnehmern deutlich niedriger ist. Seit dem 01. Juli müssen Antragssteller ein Scoring durchlaufen. Erhält ein Antragssteller einen negativen Score im arvato infoscore, so wird er automatisch abgelehnt und kann sich nicht bei der DKV krankenversichern.

 

Negativer Scoring Wert kann wieder aufgewertet werden

Antragstellern ist allerdings die Möglichkeit gegeben, diesen negativen Score durch Vorlage von aktuellen Steuerbescheiden oder testierten betriebswirtschaftlichen Auswertungen wieder aufzubessern. Das Scoring bei arvato infoscore wird zwar auch automatisch für Beamte und Arbeitnehmer durchgeführt, hier führt ein negativer Score allerdings nicht zwangsläufig zu einer Ablehnung. Eine Antragssteller wird nur dann abgelehnt, wenn zu diesen Scoring noch weitere negative Punkte aus anderen Bereichen hinzukommen.

 

 

Beitragspreller sollen aus der PKV ferngehalten werden

Das Ziel der überarbeiteten Bonitätsprüfung ist es, weitere Nichtzahler aus der privaten Krankenversicherung fernzuhalten. Da Krankenversicherer Nichtzahlern nicht mehr einfach die Krankenversicherung kündigen können, müssen sie auch weiterhin die Kosten für diese übernehmen, auch wenn der Versicherte nicht zahlt.

 

 

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