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PKV

PKV: Deutlicher Zuwachs im AXA PKV-Geschäft

8. Dezember 2011

Der AXA Versicherungskonzern konnte durch den Wegfall der 3-Jahres-Grenze beim PKV-Wechsel auf dem Sektor der privaten Krankenversicherung deutlich profitieren. Insgesamt konnte der Konzern den Neukundenzufluss im Vergleich zu 2010 um rund 30 Prozent steigern.

 

Großer Zuwachs im Bereich der privaten Krankenvollversicherungen

Auch wie bereits 2010 ist die Sparte der privaten Krankenversicherung auch 2011 wieder die treibende Kraft im AXA Konzern. Das Neukundengeschäft bei Krankenvollversicherungen konnte um rund 30 Prozent zulegen, für Ende 2011 wird ein Zuwachs der Beitragseinnahmen von rund 6 Prozent erwartet. Der Zuwachs im Bereich der Beitragseinnahmen sei zu rund zwei Drittel auf die Beitragsanpassungen am Anfang des Jahres zurückzuführen, der Rest stamme aus den Beitragseinnahmen der Neukunden, so AXA-Vorstandschef Dr. Frank Keuper. Das Wachstum der Krankenvollversicherungen liegt damit deutlich vor dem Wachstum anderer Sparten wie beispielsweise der KFZ-Versicherung.

 

Wegfall der 3-Jahres-Grenze sorgt für Zuwachs

Insgesamt prognostizierte Keuper der gesamten Versicherungsgruppe einen Zuwachs bei den Beitragseinnahmen von rund 1,5 – 2 Prozent auf rund 10,5 – 10,6 Milliarden Euro. Für das Geschäft mit den Schaden- und Unfallversicherungen erwartet Keuper ein Plus von rund 3 Prozent. Einen leichten Rückgang muss die Gruppe jedoch im Bereich der Lebensversicherungen hinnehmen. Hier ist ein leichter Rückgang der Beitragseinnahmen von 2 – 2,5 Prozent zu erwarten. Den größten Zuwachs konnte die AXA also auf dem Sektor der Krankenversicherungen verspüren. Einer der Gründe dürfte hier der Wegfall der 3-Jahres-Grenze sein. Der Wegfall hatte zu einer deutlichen Belebung des Neukundengeschäftes geführt, so Keuper.

 

 

Durschnittliche Beitragserhöhungen von 2 Prozent

Auch die durchschnittlichen Beitragserhöhungen der AXA sehen gut aus. So kündigte Keuper an, dass die AXA zum Anfang des  nächsten Jahres die Beiträge um durchschnittlich nur rund 2 Prozent erhöhen wird (der Branchendurchschnitt liegt hier bei rund 5 – 7 Prozent). Der größte Teil bleibe jedoch von Tarifanpassungen verschont, so Keuper. Die höchsten Beitragserhöhungen soll es in einigen Tarifen mit hohem Selbstbehalt geben. Hier sei mit Beitragserhöhungen von bis zu 14 Prozent zu rechnen. Während andere Krankenversicherer über viele nichtzahlende Versicherungsnehmer klagen, halten sich diese Zahlen bei der AXA in Grenzen. Nach Auskunft von Keuper habe man aktuell rund 1500 Versicherte im Bestand, die seit mindestens 3 Monaten ihre Beiträge zur privaten Krankenversicherung nicht mehr gezahlt haben. Den dadurch entstandenen Schaden schätzt die AXA auf rund 25 Millionen Euro.

 

 

 

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