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PKV

PKV: Debeka widerlegt Beitragserhöhungen im Alter

22. März 2012

Immer wieder muss sich die private Krankenversicherung anhören, dass es sich bei ihr um ein Auslaufmodell handele und dass vor allem die hohen Beitragssteigerungen bei älteren Versicherten ein ernstzunehmendes und existenzielles Problem für die PKV darstelle. Die Debeka Krankenversicherung konterte diese Aussage nun jedoch und veröffentlichte Zahlen aus einer Analyse des eigenen Versicherungsbestandes, wonach die Beiträge einer 65-Jährigen nicht höher seien, als die einer 90-Jährigen.

 

Kritik an PKV ist groß

Die größte Gefahr für die private Krankenversicherung dürfte aktuell vor allem aus dem Lager der SPD kommen, die ein  Ende der PKV zugunsten der einheitlichen Bürgerversicherung fordern. Aber auch andere Politiker, wie beispielsweise der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Jens Spahn, nehmend die PKV zunehmend in die Kritik. Spahn bezeichnete die PKV dabei als nicht zukunftsfähig. Auch die Vorstandsvorsitzende des GKV-Verbandes, Dorris Pfeiffer sagte, sie gehe davon aus, dass sich die private Krankenversicherung in Bälde von selbst abschaffen würde.

 

PKV ein Auslaufmodell?

Viele Experten und Politiker kritisierten zudem die Anfang des Jahres stattgefundenen Beitragserhöhungen, welche in einigen Einzelfällen teils doch sehr hoch ausfielen. Auch Daniel Bahr hatte hier die PKV bereits angemahnt, etwas gegen die massiven Beitragssteigerungen unternehmen zu müssen. Erneut aufgegriffen wurde das Thema nun in der Sendung „Panorama“ des ARD. Auch hier beschrieb die Sendung das Modell der privaten Krankenversicherung als Auslaufmodell.

 

 

Debeka veröffentlicht Zahlen zum eigenen Versichertenbestand

Den Vorwürfen, das viele, gerade ältere Menschen durch die Beitragserhöhungen der PKV an den Rand des finanziellen Ruins getrieben wurden und die PKV somit nicht mehr bezahlbar sei, trat nun die Debeka Krankenversicherung entgegen und veröffentlichte Zahlen zum eigenen Versichertenbestand. Demnach zahlen sowohl weibliche als auch männliche Versicherte der Debeka ab einem Alter von 65 Jahren einen Monatsbeitrag zur KV von unter 500 Euro. Zudem zeigt eine Analyse des Tarifs „PN“, dass die Beiträge für eine 90-Jährige nicht über denen einer 65-Jährigen liegen.

 

Kontinuierlicher Aufbau von Altersrückstellungen

Als Grund dafür gibt der Vorstandsvorsitzende der Debeka Krankenversicherung Uwe Laue den nachhaltigen und kontinuierlichen Aufbau von Altersrückstellungen an. Zudem habe man über die Jahre hinweg das System stetig verbessert, was sich nun heute in den Beiträgen bemerkbar mache. Zwar steigen die Beiträge im mittleren Alter zunächst an, fallen dann jedoch mit zunehmendem Alter durch die angesparten Altersrückstellungen auch wieder ab.

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