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PKV

PKV: Central KV rechnet mit Ende der privaten Krankenvollversicherung

30. August 2011

Die Bürgerversicherung wird kommen. Dieser Überzeugung ist zu mindestens die Central Krankenversicherung. Das Unternehmen, welches der Generali-Versicherungsgruppe angehört, rechnet mit dem Ende der privaten Krankenvollversicherungen und will sich rechtzeitig auf einen Unternehmenswechsel vorbereiten.

 

Außendienst der Central soll komplett abgebaut werden

Angeblich glaubt die Central Krankenversicherung an ein baldiges Ende der privaten Krankenvollversicherungen. Sie möchte sich mit einer Umstrukturierung auf die Einführung der Bürgerversicherung vorbereiten. Dazu soll der komplette Außendienst der Central abgebaut werden. Die Geschäfte mit Versicherungsmakler sollen auch um ein ganzes Stück zurückgeschraubt werden. Private Vollversicherungen sollen in Zukunft dann nur noch über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) an die Verbraucher gebracht werden. Angeblich habe der wurde der Central KV bereits ein entsprechendes Angebot unterbreitet, der Vertrieb von privaten Krankenversicherungen wäre damit ausgelagert und im Falle der Einführung der Bürgerversicherung nicht mehr relevant.

 

Private Krankenzusatzversicherungen als Alternative

Allerdings gab Central Vorstandschef Heinz Teuscher bekannt, dass noch keine endgültige Entscheidung über die Auslagerung der privaten Krankenvollversicherungen gefallen sei. Einige Gespräche müssten noch geführt würden. Allerdings gehen Insider davon aus, dass die Central sich letztendlich von ihrem Geschäft mit den privaten Krankenvollversicherungen trennen wird. Experten rechnen fest mit der Einführung der Bürgerversicherung. Als Alternative zu den Vollversicherungen will sich die Central künftig stärker auf private Krankenzusatzpolicen konzentrieren. „Da ein Konzernumbau aber nicht von heute auf morgen möglich sei, müsse damit entsprechend früh angefangen werden“, so Teuschner.

 

 

Kein Erfolg mit Einsteigertarifen

Außerdem sollen mit einem Umbau auch die eher unbeliebten Billig- und Einsteigertarife wegfallen. Diese sollten als Einstiegshilfe in die private Krankenversicherung dienen und den Kunden erst einmal an das Thema „Private Krankenkasse“ heranführen. Später sollten diese Kunden dann in höherwertige Tarife wechseln, so zu mindestens in der Theorie. Allerdings klappte dies wie auch in anderen Krankenversicherungen eher nicht so gut. Anstatt einer Vielzahl von hoch wertigen Vollversicherungen brachte es die Central Krankenversicherung nur auf eine kleine Zahl teurer Policen. Dafür kamen mit den Billigtarifen auch einige Versicherte ins Haus, die ihre Beiträge nach kurzer Zeit nicht mehr zahlen konnten. Erst gestern hatte die Finanztest der Stiftung Warentest über die Probleme und Leistungsschwächen der Billig- und Einsteigerpolicen berichtet. Teilweise lagen die Leistungen dieser Policen noch unter denen der gesetzlichen Krankenversicherung.

 

 

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