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PKV

PKV: Central Krankenversicherung mit überdurchschnittlichen Beitragserhöhungen

28. November 2011

Nachdem bereits viele andere Krankenversicherer ihre Beitragserhöhungen für 2012 angekündigt haben, hat nun auch die Central Krankenversicherung ihre Anpassungen für das kommende Jahr bekannt gegeben. Demnach müssten Versicherte der Central KV im kommenden Jahr mit durchschnittlichen Beitragserhöhungen von rund 12,9 Prozent rechnen. In extremen Einzelfällen liege die Beitragserhöhung sogar bei bis zu 40 Prozent. Als Grund für die drastischen Erhöhungen gab Unternehmenssprecher Ronald Voigt die Ausgabenentwicklung für Leistungen sowie die steigende Zahl an Nichtzahlern an.

 

Gründe für die Beitragserhöhungen

Bei anderen Krankenversicherern liegen die Beitragserhöhungen im Schnitt bei rund 5 – 7 Prozent. Grund für den starken Anstieg der Beiträge sieht Unternehmenssprecher Ronald Voigt in der Leistungsentwicklung. Aber auch die steigende Zahl an nichtzahlenden Versicherten belaste die Versichertengemeinschaft zunehmend und trage negativ zur Entwicklung der Beiträge bei. Dieses Problem scheint allerdings ein branchenweites Problem zu sein, so änderten erst kürzlich eine Vielzahl von Krankenversicherern ihre Annahmebedingungen, um der steigenden Zahl an Nichtzahlern Herr zu werden.

 

Von den Beitragserhöhungen betroffene Tarife

Betroffen sind von der Beitragserhöhung fast alle Tarife. In der Tarifreihe „ ECOline“ dürften die Beitragserhöhungen mit rund 30-40 Prozent besonders hoch ausfallen. In der Tarifreihe „PLUSline“ fallen die Erhöhungen mit rund 20-30 Prozent etwas niedriger aus, allerdings liegt der Beitragssatz hier auch ein wenig höher als in anderen Tarifen. Versicherte der Tarifreihe „TOPline“ müssen mit Beitragserhöhungen von 8-15 Prozent rechnen. Mit diesen Anpassungen liegt die Central Krankenversicherung  deutlich über dem Branchendurchschnitt von rund 4-7 Prozent.

 

 

Central stellt Geschäft mit Einsteigertarifen ein

Um dieser Beitragsentwicklung entgegenzuwirken, wurden die verlustreichen Einsteigertarife bereits eingestellt. Der Fokus soll künftig auf die ursprüngliche Zielgruppe der privaten Krankenversicherung, die Besserverdiener, gelegt werden. Von dem Geschäft mit Premium- und High-Class Tarifen verspricht sich die Central KV eine Stabilisierung der Beitragseinnahmen. Wer mit der Beitragserhöhung nicht zufrieden ist, der hat die Möglichkeit, aufgrund seines Sonderkündigungsrechts in einen anderen Tarif oder eine andere Krankenversicherung zu wechseln. Der sinnvollste Schritt wäre hier jedoch zunächst ein Tarifwechsel, da bei einem solchen nicht die jahrelang angesparten Altersrückstellungen verloren gehen. Außerdem ist eine erneute Gesundheitsprüfung eher selten und nur in sehr hochwertigen Tarifen von Nöten. Die Möglichkeit zu einem Wechsel der Krankenkasse sollte genauestens geprüft werden, da ein schlecht durchdachter Wechsel viele Nachteile beinhalten kann.

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