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PKV

PKV: BVK will sich gegen Provisionsregelung wehren

28. Oktober 2011

Die geplante Provisionskürzung von 18 auf 9 Monatsbeiträge in der privaten Krankenversicherung scheint dem Bundesverband der Deutschen Versicherungskaufleute (BVK) ein Dorn im Auge zu sein.  Zusätzlich soll außerdem die Stornohaftung für Makler auf 5 Jahre erweitert werden. Sollte dieser Plan zum 01. April tatsächlich von der Bundesregierung umgesetzt werden, kündigte der Verband an, Klage gegen die neue Regelung einzureichen.

 

BVK kündigt Klage gegen Bundesregierung an

Auf der DKM, der größten deutschen Messe für das Versicherungs- und Finanzwesen kündigte BVK-Präsident Michael Heinz an, diese Regelung nicht einfach so hinnehmen zu wollen. Eine Diskriminierung der PKV-Branche werde man nicht zulassen, so Heinz. Zwar gebe es auch hier einige schwarze Schafe, allerdings lasse sich dies nicht auf die komplette Branche ummünzen. Sollte die Regelung trotz allen Protestes durchgesetzt werden, kündigte Heinz an, eine gerichtliche Klage gegen die Bundesregierung einzureichen. Grund für die Proteste des BVK ist der Plan der Regierung, die Provisionen für Versicherungsmakler auf 9 anstatt 18 Monatsbeiträge zu begrenzen. Zusätzlich sollen außerdem die Stornohaftungszeiten auf 5 Jahre ausgeweitet werden. Mit diesen Regelungen will die Regierung neben den überzogenen Provisionen auch die Praktik der erneuten Vermittlung unterbinden, mit denen die Makler zusätzliche Provisionen bei Anraten eines erneuten Krankenkassenwechsels innerhalb der ersten Jahre verdienen konnten.

 

Vorteile für Versicherte

Von höheren Stornofristen sowie niedrigeren Provisionen würden neben den Krankenkassen auch die Versicherten profitieren. So würden die Krankenkassen weniger Geld für die Neukundengewinnung aufwenden müssen und könnten dieses Geld dann an anderen Stellen zu  Gunsten der Versicherten investieren. Außerdem hätten Versicherungsmakler nach den neuen Regelungen keinen Anreiz mehr dafür, ihren Kunden einen erneuten Versicherungswechsel innerhalb der ersten 5 Jahre zu empfehlen, da sie ansonsten ihre Provision aus der 1. Vermittlung verlieren würden. Für Versicherte bringt der Wechsel zu einer anderen Krankenversicherung häufig viele Nachteile wie z.B. der Verlust der Altersrückstellungen sowie eine erneute Durchführung einer Gesundheitsprüfung mit sich.

 

 

Diskriminierung der privaten Krankenversicherung

Der BVK jedoch sieht die Regulierungspläne der Bundesregierung als Diskriminierung der privaten Krankenversicherung an und kündigte an Widerstand an. Sollte es zu einem derartigen Eingriff in die gängigen Praxen der Versicherungsunternehmen kommen, schrecke man auch nicht vor einer Klage zurück, so Verbands-Präsident Michael Heinz.

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