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PKV

PKV: Beitragstabilität von hohen Kosten bedroht

1. Juni 2011

 

Viele private Krankenkassen müssen zu Lasten der Versicherten die Beiträge erhöhen.  Durchschnittlich stiegen die Beiträge der privaten Kassen stärker an als die der gesetzlichen Kassen. Grund dafür sind die hohen Gesundheitskosten pro Kopf.

 

Beitragserhöhung eine Frage der Zeit

Rund 8,9 Millionen Privatversicherte profitieren von den günstigen Beiträgen und guten Leistungen der privaten Krankenkassen. Wie lange diese Tarife allerdings noch so günstig sind, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. So stiegen die Prämien in der PKV in den letzten 2 Jahren branchenweit um rund 7 Prozent an. In einzelnen Tarifen stiegen die Beiträge sogar um bis zu 20 Prozent, obwohl es sich hierbei um echte Ausnahmen handelte.

 

Hohe Abrechnungen der Ärzte nicht gerechtfertigt

Schaut man sich die Laborkosten für GK- und PK-Versicherte an, wird klar, woher der große Kosten-Unterschied zwischen beiden Versicherungsgruppen kommt. Der Pro-Kopf Wert für GK-Versicherte liegt bei ca. 26 Euro, währenddessen PK-Versicherte bei 129 Euro landen. Die Kosten stiegen von 2004 -2008 um sage und schreibe 29 Prozent an. Laut PKV-Verband seien diese hohen Rechnungen für Privatversicherte aber nicht gerechtfertigt, denn auch wenn bei der Abrechnung nach der GOÄ bzw. GOZ abgerechnet wird, handele es sich bei den Verfahren um standardisierte Verfahren.

 

 

PK-Versicherte haben Anspruch auf Original-Medikamente

Nicht nur bei den Behandlungen, sondern auch bei den Medikamenten mussten die Privaten Versicherunternehmen mehr Geld für Medikamente aufbringen, als in der GKV. Im Schnitt rund 12 Euro pro Kopf. Da PK-Versicherte einen Anspruch auf Originalmedikamente haben, erklärt sich dieser Unterschied auch relativ schnell. Laut PKV-Verband wird sich dieser Umstand langfristig gesehen aber auch auf die Beitragsstabilität der PKV auswirken.

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