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PKV

PKV: Beitragserhöhungen im 10-Jahres-Vergleich eher moderat

24. Mai 2012

Anfang des Jahres erhöhten viele Krankenversicherer ihre Preise. Die größten Gründe für die stetigen Erhöhungen sind die steigende Lebenserwartung (der demografische Wandel) sowie steigende Kosten im medizinischen Bereich. Auch wenn in einigen Einzelfällen die Beitragserhöhungen deutlich höher lagen, so errechnete das Analysehaus Morgen & Morgen für 2011 durchschnittliche Beitragserhöhungen von nur 4,4 Prozent. M&M analysierte zudem auch die Beitragsanpassungen der PKV über einen Zeitraum von 10 Jahren. Auch hier ergibt sich mit 4,6 Prozent von 2002 bis 2012 ein eher moderates Bild, das den Aussagen vieler Medien widerspricht.

 

Durchschnittliche Beitragserhöhungen von 4,6 Prozent

Diese Zahlen beziehen sich jedoch nur auf das gesamte Bild der privaten Krankenversicherung. Vereinzelt gab es auch immer mal wieder einige Ausnahmen, in denen die Beitragserhöhungen deutlich über den durchschnittlichen 4,4 bzw. 4,6 Prozent lagen. In einem Beispiel erhöhte sich der monatliche Beitrag von 255 Euro (2002) auf 622 Euro (2012), was einen Anstieg der Prämie von 143 Prozent bedeutet. Insgesamt, so erklärt der Geschäftsführer von Morgen & Morgen, Stephan Schinnenburg, habe sich der PKV-Markt in den letzten Monaten und Jahren stabilisiert und beruhigt. Mit der Einführung der Unisex-Tarife in der privaten Krankenversicherung dürften jedoch noch einmal größere Beitragsveränderungen ins Haus stehen.

 

 

Billigtarife eher instabil?

Von einer positiven Entwicklung der PKV Tarife zeugt auch das Ergebnis des jährlichen M&M Ratings. 2012 schafften es insgesamt deutlich mehr Tarife, eine gute bzw. sehr gute Bewertung im Rating zu erhalten. Rund 27 der getesteten Tarife wurden im Rating mit min. 4 von 5 Sternen bewertet, im Vergleich dazu: 2011 waren es nur rund 21 Prozent. Im mittleren Bereich mit 3 Sternen waren es  56 Prozent, während nur 17 Prozent der Tarife eine eher schlechte Bewertung mit 2 bzw. 1 Stern erhielt. Während Versicherer mit höheren Beiträgen zudem eher stabilere Beiträge vorweisen können, scheinen vor allem Versicherer mit günstigen Policen Probleme mit der Beitragsstabilität zu haben.

 

 

Bewertungskriterien des M&M Ratings

Die Erstellung des M&M-Rankings erfolgt aufgrund von einer Vielzahl verschiedener Faktoren. Dazu gehören die Leistungsfähigkeit, die Versicherungsbedingungen sowie die finanzielle Situation des Versicherers. Denn wer finanziell gut dasteht, der läuft ein geringeres Risiko, die Beiträge erhöhen zu müssen. Da man es als Kunde möglichst vermeiden möchte, bereits nach kürzester Zeit mit steigenden Beiträgen in Berührung zu kommen, analysiert M&M die Beitragserhöhungen der letzten Monate und Jahre und fasst diese in einer Bewertung pro Tarif zusammen. Mithilfe dieses Wertes lässt sich dann eine Aussage zur Beitragsstabilität des Tarifes im Vergleich zu anderen Tarifen am Markt treffen.

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