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PKV

PKV: Beitragserhöhungen 2012 niedriger als im Vorjahr

12. Dezember 2011

Laut einer Analyse des Analysehauses Morgen & Morgen fallen die Beitragserhöhungen für 2012 nicht so hoch aus, wie die Beitragserhöhungen im vergangenen Jahr. Für 2012 erwartet das Analysehaus lediglich eine durchschnittlich Beitragsanpassung von 4,4 Prozent im Gegensatz zu 7 Prozent für 2011.

 

Deutlich  höhere Anpassungen in Männer-Tarifen

Wie jedes Jahr kündigten auch dieses Jahr einige private Krankenversicherer Beitragserhöhungen für 2012 an. Mit bis zu 40 Prozent fallen diese jedoch deutlich höher aus, als von den Versicherten bisher gewohnt. Jedoch soll es sich hierbei um einige wenige Ausnahmen handeln, wie einige Krankenversicherer zu Wort gaben. Insgesamt steigen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung 2012 um durchschnittlich 7 Prozent. Laut einer Analyse des Analysehauses Morgen & Morgen ist jedoch für 2013 Besserung angesagt. Dafür wurden die gesamten Beitragserhöhungen aller Tarife für 21 – 50 Jährige (inkl. Tarife ohne Beitragserhöhung), so ergibt sich daraus eine durchschnittliche Beitragserhöhung von 2,4 Prozent (2010/2011: 4,5 Prozent). Rechnet man jedoch nur die Beitragserhöhungen aller Tarife (ohne Berücksichtigung der Tarife ohne Beitragserhöhung) zusammen, so ergibt sich für 2011 eine durchschnittliche Beitragsanpassung von 4,4 Prozent. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Männer-Tarife (5,1 Prozent) deutlich höheren Beitragserhöhungen ausgesetzt sind, als die Tarife für Frauen (3,6 Prozent). Insgesamt bleibt 2012 knapp die Hälfte aller Tarife (45 Prozent) der privaten Krankenversicherer von Beitragserhöhungen verschont.

 

 

Tarife mit Erhöhung der Selbstbeteiligung 2012 doppelt so hoch

Die im Vergleich relativ niedrigen Beitragserhöhungen für 2012 bringen jedoch auch eine schlechte Nachricht mit sich. Insgesamt werden in fast doppelt so vielen Tarifen wie im Vorjahr die tariflich vereinbarten Selbstbehalte erhöht. Die bedeutet für Betroffene, dass der eigene Anteil an den Versicherungsleistungen gestiegen ist und im Leistungsfall dann tiefer in die Tasche gegriffen werden muss. Morgen & Morgen rät Versicherten daher dazu, bei der Krankenkassenwahl verstärkt einen Blick auf die Beitragsstabilität des Wunschtarifes zu werfen. Anhand der Beitragsstabilität lässt sich häufig bereits im Vorfeld abschätzen, ob der Tarif in den nächsten Jahren von hohen Beitragsanpassungen betroffen sein dürfte, oder nicht. Gerade in überalterten Tarifen kommt es aufgrund des steigenden Altersdurchschnitts immer wieder zu hohen Beitragsanpassungen. Günstige Beiträge bieten häufig neue Tarife, in denen der Versichertenstamm noch sehr jung ist. Der Wechsel in günstige Einsteigertarife ist nicht dabei jedoch nicht zu empfehlen, da hier die Beiträge in regelmäßigen Abständen aufgrund einer Vielzahl von Faktoren regelmäßig erhöht werden müssen.

 

 

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