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PKV

PKV: Beitragserhöhung im „E-Tarif“ der ARAG Krankenversicherung

28. November 2011

Versicherte im Einsteigertarif „E-Tarif“ der ARAG Krankenversicherung müssen für 2012 mit einer recht hohen Beitragserhöhung von bis zu 30 Prozent rechnen. Grund für diesen überdurchschnittlichen Anstieg ist die hohe Ausfallquote im E-Tarif. Häufig sind es junge Versicherte, meistens Selbstständige, die sich mit ihren Geschäften übernehmen und in die private Krankenversicherung wechseln. Laufen die Geschäfte nicht mehr, so können viele Versicherte bereits nach kürzester Zeit die Beiträge nicht mehr zahlen.

 

Beitragsanpassung in der ARAG Krankenversicherung 2012

Auch Ende 2011 wird es wieder Zeit für die jährlichen Beitragsanpassungen der privaten Krankenversicherer. Dabei werden die Beiträge der Versicherten mit den Ausgaben verglichen. Verzeichnet ein Krankenversicherer eine mehr als 10-prozentige Abweichung, so muss der Beitrag zum Tarif entweder gesenkt oder erhöht werden. Die geschah auch im „E-Tarif“ der ARAG Krankenversicherung. Versicherte in diesem Tarif müssen Anfang 2012 mit einer Beitragserhöhung von bis zu 30 Prozent rechnen. Die große Ausfallquote ist einer der Hauptgründe für diese Entwicklung.  Neben der ARAG Krankenversicherung geht es aber auch anderen großen Krankenversicherern ähnlich. Immer mehr haben auch die Versicherten zunehmend unter Nichtzahlern zu leiden. Diese Entwicklung könnte die ARAG KV sogar dazu bewegen, die Einsteigertarife für die Zukunft einzustellen. Eine konkrete Entscheidung ist hierzu jedoch noch nicht gefallen.

 

Altersrückstellungen sollen Beitragserhöhung abfedern

Um die Beitragserhöhung ein wenig abzufedern, sollen Teile der angesammelten Altersrückstellungen entnommen werden. Zunächst soll diese Gutschrift aus den Altersrückstellungen bis Ende 2012 erfolgen. Des Weiteren ließ die ARAG KV großen Unmut über Wechselrechte, wie sie beispielsweise von der uniVersa Krankenversicherung angeboten werden, laut werden. Häufig wechselten nur zahlende Versicherte in andere Tarife, sodass ein Großteil der Nichtzahler auch weiterhin in den Tarifen verbleibe. Die Finanzierung der Tarife gestalte sich dadurch nur noch schwieriger.

 

 

PKV-Wechsel: Tarif oder Krankenversicherung wechseln

Wer mit einer Beitragserhöhung nicht einverstanden ist, der hat zwei Möglichkeiten, dieser zu entgehen. Zum einen steht jedem Versicherten der Wechsel in einen anderen Tarif der eigenen Krankenkasse zu. Jedoch kann der Versicherer hier bei zu hohen Leistungen eine höhere Selbstbeteiligung oder Leistungskürzungen anordnen. Lässt sich hier keine einvernehmliche Lösung mit dem Versicherer finden, so bleibt dem Versicherungsnehmer nur der Wechsel in eine andere Krankenversicherung. Hier sollte jedoch beachtet werden, dass bei einem PKV-Wechsel alle Altersrückstellungen verloren gehen. Zusätzlich ist bei jedem neuen Krankenversicherer eine erneute Gesundheitsprüfung fällig, die im schlechtesten Falle zu zusätzlichen Kosten, dem sogenannten Risikozuschlag, führen kann.

 

 

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