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PKV Beitragserhöhung 2013

PKV Beitragsanpassung 2013

7. November 2012

PKV wird teurer

Beitragsanpassung Private Krankenversicherung 2013

Experten gehen davon aus, dass privat Krankenversicherte im kommenden Jahr Beitragssteigerungen von zum Teil zweistelligen Prozentzahlen verkraften müssen. Cornelia Nowack, Expertin der Stiftung Warentest, geht von Beitragssteigerungen im kommenden Jahr aus. Zudem kommt die Beitragsanpssung für die Private Krankenversicherung im Zuge der Unisex-Einführung. Dabei müssen Männer in 2013 mit Beitragssteigrungen und Frauen mit einer geringfügigen Beitragsreduzierung rechnen. Ein Vergleich der Anbieter und Tarife der PKV kann sich für manche Privatversicherte lohnen.

PKV versendet bis Ende November Beitragsanpassung für das 2013

Ende November erhalten die Versicherten die entsprechenden Beitragsanpassungen per Brief von der privaten Krankenkasse mitgeteilt. Ein Wechsel der privaten Krankenversicherung indes kann helfen, bis zu 400 Euro monatlich einzusparen. Paragraph 204 des Versicherungsvertragsgesetzes gewährt ein Wechselrecht, sofern der Krankenversicherer eine Beitragsanhebung mitgeteilt hat.

Tarifwechsel innerhalb der PKV nach Beitragsanpassung kann sich sinnvoll sein

Viele PKV-Versicherer legen immer wieder neue günstige Tarife auf, um junge und gesunde Kunden zu gewinnen. Bestandskunden indes werden auf die günstigeren Tarife oftmals erst durch mehrmaliges Nachfragen aufmerksam gemacht. Trotz der Nichtmitteilung seitens des Versicherten haben die Mitglieder der Privaten Krankenversicherung dennoch ein gesetzliches Wechselrecht. Experten sehen hier Einsparpotenziale von 200 bis 400 Euro pro Monat durchaus als realistisch an.

Stiftung Warentest sieht Teuerung im Model der privaten Krankenversicherung

Stiftung Warentest sieht als einen Grund für die Beitragsanhebungen das Geschäftsmodell der PKV an sich als Problem. Demnach werden alte Tarife im Laufe der Zeit unattraktiv, weil durch eine Anhebung der Lebenserwartung und eine Steigerung der Gesundheitskosten die Kosten des alten Tarifs immer weiter steigen. 30 Jahre nach Vertragsabschluss ist ein alter Tarif in der Regel rund dreimal so teuer wie bei Abschluss des Versicherungsvertrages. Testberichte für die private Krankenversicherung werden von der Stiftung Warentest regelmäßig mit Empfehlungen und Bewertungen publiziert.

Alte PKV Tarife verdreifachen die Beiträge innerhalb von 30 Jahren

Nach Einschätzung von Experten erhöhen sich die Kosten der Versicherer jedes Jahr zwischen 3,5 und vier Prozent. Vielfach lassen sich jedoch Beitragserhöhungen durch einen Tarifwechsel ausgleichen. Die neu aufgelegten Private Krankenversicherung Tarife weisen zumeist gleiche oder sogar bessere Leistungen zu einem geringeren Preis auf. Insbesondere wenn in einem Tarif viele gesunde und junge Personen versichert sind, ist der Monatsbeitrag niedrig.

PKV-Versicherte nehmen besonders stark am medizinischen Fortschritt teil

Privat Versicherte nehmen nach Ansicht von Cornelia Nowack von der Stiftung Warentest in erhöhtem Maße am medizinischen Fortschritt teil, im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten. Dieser Vorteil wird jedoch vielfach durch erhöhte Kosten wieder aufgezehrt, so Nowack weiter. Moderne und bessere Behandlungen hätten demnach auch ihren Preis, auch dies sorgt für Beitragssteigerungen.

Beiträge zur privaten Krankenversicherung steigen im Alter

Viele Menschen könnten im Rentenalter ihre Private Krankenversicherung nicht mehr bezahlen, ausgenommen von dieser Regel sind Beamte. Diese erhalten vom Dienstherrn eine Beihilfe in Höhe von 50 Prozent. Bei Pensionsbezug erhöht diese sich sogar auf 70 Prozent. Experten raten daher frühzeitig, dass privat Versicherte für das Alter einen gewissen Kapitalstock ansparen sollten, um im Alter die die Beitragserhöhung für die PKV bezahlen zu können.

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