zum Inhalt

PKV

PKV: Beiträge müssen stabiler werden

16. September 2011

Nur wenige private Krankenversicherer schaffen es, ihre Beiträge konstant und stabil zu halten. Bei vielen anderen PKV-Anbietern ist dies aber nicht der Fall. Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung steigen von Jahr zu Jahr. Am schlimmsten betroffen sind ältere Versicherte, hier stiegen die Beiträge im letzten Jahr sogar um teilweise bis zu 30 Prozent. Damit muss Schluss sein. Dies gab nun auch Gesundheitsminister Daniel Bahr auf dem PKV-Forum der Continentale Krankenversicherung zu verstehen.

 

Beitragssteigerungen in der privaten Krankenversicherung

Immer mehr Versicherte haben unter den Beitragssteigerungen der PKV zu leide. Im ersten Halbjahr 2011 stiegen die Beiträge aller getesteten Tarife um durchschnittlich 7 Prozent an. Experten rechnen für die kommenden Jahre mit einem Schnitt bei den Beitragserhöhungen zwischen 6 und 10 Prozent. Häufig geraten gerade ältere Versicherte so schnell in finanzielle Nöte, da gerade im Alter das Geld immer knapper wird, die Beiträge zur PKV aber immer weiter ansteigen.

 

Bahr fordert mehr Engagement

Gesundheitsminister Bahr forderte die privaten Krankenversicherer nun auf, ihre „Hausaufgaben“ besser zu machen. Es könne nicht sein, dass die Beiträge zur PKV regelmäßig erhöht werden. Um die Zukunft und das Fortbestehen der PKV zu sichern, sei es notwendig, besser zu wirtschaften, so Bahr. Zwar brachten einige PKV-Unternehmen in der Vergangenheit brauchbare Ideen zutage, die dringend benötigte Allround-Lösung blieb bisher allerdings aus. Viele Versicherer versuchen deshalb, ihre Versicherten mit einer Beitragsentlastung von steigenden Beiträgen im hohen Alter zu entlasten. Allerdings müssen Versicherte dafür auch mehr investieren. Die Beitragsentlastungskomponenten bestehen aus einem zusätzlichen Mehrbetrag, der jeden Monat zusätzlich erhoben wird. Dieser wird dann gesammelt und verzinst und soll die steigenden Beiträge im Alter abwenden. So sei sogar eine Beitragsreduzierung im hohen Alter von bis zu 100 Prozent möglich, versprechen die privaten Krankenversicherer.

 

 

Beitragsentlastungskomponente noch ausbaufähig

Eine garantierte Lösung für die Beitragsprobleme in der privaten Krankenversicherung gibt es aber auch weiterhin nicht. Auch wenn die Bek ein guter Ansatz sind, so fehlt es vielen Anbietern noch an Flexibilität und Renditen. Eine 100-prozentige Beitragsreduzierung im hohen Alter sei zwar auf dem Blatt möglich, in Wirklichkeit aber für den Ottonormalverbraucher unerreichbar, so Hajo Köster vom Bundesverband der Versicherten.

 

 

Weitere Artikel aus dieser Kategorie