zum Inhalt

PKV

PKV: BdV registiert große Beschwerdewelle

19. Januar 2012

Die Beitragserhöhungen am Anfang des Jahres haben bei vielen Versicherten Panik ausgelöst. Viele, gerade ältere Versicherte sind sich nun nicht mehr sicher, ob sie auch in Zukunft noch ihre Beiträge zur privaten Krankenversicherung zahlen können. Kein Wunder, bei Beitragsanpassungen von bis zu 60 Prozent.

 

Versicherer streichen Billigtarife

Viele Krankenversicherer wie beispielsweise die Central oder auch die DKV haben aus der Problematik mit den Billig- und Einsteigertarifen gelernt und wollen diese künftig nicht mehr anbieten. Besonders die Einsteigertarife waren am Anfang des Jahres aufgrund ihrer knappen Bemessung und der großen Zahl an Nichtzahlern besonders starken Beitragserhöhungen ausgesetzt. Auch Versicherte der Gothaer Krankenversicherung und der Mannheimer mussten Anfang 2012 hohe Beitragserhöhungen in vielen Tarifen in Kauf nehmen. Aber auch der Deutsche Ring und die HanseMerkur mussten in einigen Tarifen die Beiträge nach oben hin anpassen.

 

Voraussetzungen für Beitragserhöhungen oftmals nicht gegeben

Besonders beim Bund der Versicherten (BdV) und den Verbraucherzentralen der Länder gingen eine Vielzahl von Beschwerden über die hohen Beitragsanpassungen ein. Dabei fragen sich Versicherte vor allem, ob sie die hohen Beiträge in Zukunft überhaupt noch zahlen können. Eigentlich dürften Beitragserhöhungen nur dann erfolgen, wenn diese einige Voraussetzungen erfüllen würden. Dazu gehören beispielsweise eine höhere Lebenserwartung sowie höhere Kosten im Gesundheitswesen. Der Vorstandsvorsitzender des BdV, Axel Kleinlein schlägt vor, derartige absehbare Risiken bereits im Vorfeld in die Beitragskalkulation einfließen zu lassen, um den Versicherten die jährlichen Beitragserhöhungen zu ersparen.

 

 

Wechsel-Möglichkeiten bieten oft mit Nachteilen verbunden

Zwar haben Versicherte die Möglichkeit, einer Beitragserhöhung mithilfe eines Tarif- oder Krankenkassenwechsels aus dem Weg zu gehen, allerdings sind diese beiden Möglichkeiten auch mit vielen Nachteilen verbunden. So muss bei einem Krankenkassenwechsel der Verlust der Altersrückstellungen sowie eine neue Gesundheitsprüfung in Kauf genommen werden. Bei einem Tarifwechsel ist oftmals mit Leistungskürzungen sowie einer Erhöhung der Selbstbeteiligung zu rechnen.

Weitere Artikel aus dieser Kategorie